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Politia Medica, 197-

mir Buttern oderLattichmüßlein gebrauchen. So dardurch kein Hülffe er- schetnec/sollsie mit Smhlzäpfflein auß Honig vnd Eyrrdorrer bercit«t/oder von Venedischrr Seyffe sie bewegen / wo solches mchrhelffen würde/ soll sie mir Rath eines Meöici em ParZLrion von Manna vnd Castia lassen zurichten/star- ckeArqneyen seynd dießfals nicht nutz/darumb soll man beschetdentlich hierin handeln.

ZumSiebenden/ soll sie in den ersten vier Monaten kein Ader lassen off-- nen/ auch nicht schröpssen / auch dieselbige erste Zeit kein Purgation von Pillen- odersonst starckeinnehmen / dann es seynd in diesen ersten Monaten die Bande derFruchk gar weich/zart vnnd schwach/daß sie leichtlich kondten schaden em, psangen/ dardurch die Frucht verderbet wird.

ZumAchtm/so sie vülOhnmachtvndBeschwerung nach derEmpfäng-- mrß befinden/ sollen sie einMorettranek/oder ein Tranck von Rosenwasser/ Ampfferwasser / Zimmetvnd Manns Christi Küchlein gemacht/trincken.

Zum Neundten/fo sie ein Vntustzur Speise/ vnnd blöden vndawlichew Magen hat/soll siedeßMoraendsetnTränckieinvonGranatenSyrup/Zim. metröhren/ Ampfferwasser vnd dergleichen flück/oder einen guten Moretiranck gebrauchen. IcemderKüchleinviamhrL.MorgendsvndAbendsessenrVber den Margen ein Pflaster oder Magenschildt/ so den Magen stärcket / legen/ den Magenschlundt oder Hertzgrübletn mit Mastipöl /Balfamöl / Wermuchol / Quittenöl vnd dergleichen schmieren.

Zum Zehenden / soeine-schwangereFraw ihre gewöhnliche Btumenbe». ksmpt/soll sie folgenden Scbwadem an ^sich lassen gehen / vnnd darvon' schwirren/ als nemlichvon groß Wegerich/ Eichenlaub/Brombeerlaub/Fünff. ^ fingerkram/ Daubenkaar/Bonenstroh vnnd Haberstroh / jedes gleich viel in Wassergeso/tm. Irem sie soll alle jhre Kostlassen bereiten mit einem Wasser/ darinn ejn Stahl abgelöscht ist.

Zum Eylffcen/so eine bedünckt daß sie werde für der rechten Zeit oder zu stühe deß Kmtts genesen / daß sie vielletch gefallen ist / Schrecken öder jrgendr grosse Schwachheit gehabt hat / die soll sich mitweissem Weyranch lassen von vnten beränchern/vnd den Leib lassen von vornen waschen miteinem Wasser/ so mit Alaun/ Gallöpffe!/ Schwarywurtz/ in Regenwassrr/ Wein vnd Essig ge­sotten sey.

Zum Zwölfften/ es seynd viel Frawen/ dregemeiniglichohn wissentliche r Vrsach/als offt sie schwanger werden/ehe dann die rechteZeitist/darnider kom.

men vnd genesen/ solche sollen ihnen Fußbad lassen zubereiten/ vnddarin wann sie schwanger seynd/alle Tage ein Smndvor dem Nachtessen / vnd z» Stünde s mchdemAachttssen/dieSchenckelerwarmen/vndmitwarmenTüchernlas,

Bb iii ftni