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Frucht im Leib durch Verwahrlossung mutwillig verderbet wird / welche- ein.- grosse Sunde ist.
Darumb soll ein jede Schwangere Fraw mit sieiß ihrer gikte Achtung ha.
Leu daß sie nicht durch eygene Schuld die Herrliche Gabe Gories. damit siege« segnet ist/schädige/vnd soll für das erste vnd vor allen dingen GOtt dem Herrn von Heryen lob vnd danck sagen/das er sie mir der Fruchtbarkeit jhres Leibs ge- >
segnet hat/vnd bitren/daß er solches sein Geschopffegnädiglich segnen vnnd er«- halten/vnd in der kümmerlichen Geburt sie mit frewden entbinden wölle / daß sie ein lebendigeFrucht/fo InGoneS Forcht vnd allen Tugenden aufferzogen möch. »>
re werden/sehen möge.
Zum andern/soll sie sich selbst also vmerstehen zuhalten/daß durch sie kei. ne vrsach einiges Vnfalls oder Schadens der Frucht zugefüget werde ( wie dann bey vielen liederlichen Leuten so ihres Leibs vnd ihrer Frucht gar nicht ach. ttnvndntchtverschonen/osstmahlsgeschicht)sonderndaßfieeinfrische/ frew«' dlge/gesunde Geburkvnd Frttchttragen/vnd attffdie Welt bringen möge / wel« che die Christliche Taufferlange/vnd zu Lob / Ehvvnnd Preist Göttliches Na» jv
mensvndNutzen der Lhristenheit/in Gottes Forchr vnd allen Tugenden frönn- lich aufferzogen werde- ^
Für das drirte/se soll sich nun ein Schwangere Fraw besteissen / daß sie ein frewdlges Gemüth habe/soll sich für Trawrigken/Zorn Schreckm/Forchtk h vnd dergleichen schädlichen Bewegungen deß Gemüts/ auch für bösem faulem ; rui Geruch vnd Gestanck hüten/dann durch selche Ding alle werten die lebendige ^ Geister geschwecht/vnd bnngen der Frucht Schaden..
Zum vierdten soll sie sich von allcrharter Arbeit vnd LeibSbeMgung ent, halten/fondern in allen Geschafften vnd Arbeit ein Maaß halten. Sollen doch ^ nicht zuviel still sitzen oder Faul seyn/sondern zimltche Bewegung deß Leibs mit' .Hj, stetkigem vmbgchen haben. Sollen nicht viel Springen/vber sich reichen /auch* ^ nicht zu viel bü cken /nicht schwere Last anffheben/ntchk zuhart den Leib zllgürken/^ r oi vnd ein zwingen-, Auch sich vor scharpffer rauher Lufft / vnndfürvbermässtger i?. Hitze hüten-
Zum fünfften/soll sie sich mit Essen vnd Trincken natürlich vnnd mässig, ^ halten/sich nicht vberfrrllen/auchnichtzulangfastcn/soll gnrresen gesunde ver« v dawliche speist vnd n anck/sich grober vndawkicher Kost / als viel ihre Gelegen« ^ heit geben kann/mässtgen / mit dem Trincken sich nüchtern halten / dann die: ^
Trunckenheic den Schwängern Frawen zu der Frucht sehr schädlich ist.
Auchfoll siederVnkettschheitnichrzuvtelinsolcherzeitpsiegen.
Zum Sechsten/soll sie guteAchmng haben/daß derLeibnitverstopfftwer,' ■ De / sondern täglich sein natürlichen Stuhlgang habe/ so aber fach were/ daß ein ^ Werstopffung. deß Stuhlgangs vorhanden / mag sie Binerschkräutlein. r.>