8 D. Lud. von Hömtgk

ftn abtrucknen/folche Fußbad sollen gemacht seyn von Odermennig/Camtllen, -lumen/ Dtll/Skeinbrech vnd Saky jedes gleich viel.

In diesem Fall ist ein sonderlich Lxperimenr bey etlichen/so gar wohl be, kompt/nemblich die inwendige Ham anß dem Hünermagen/gedörrtt/vundet, ncs Gslkgülden schwchr/ nm Wein deß Morgends nüchtern etliche Tageur, genommen.

Zum Dreyzchenden/so nun die Zeit der Geburt vorhanden/ als dann soll ein jede Fraw sich willig vnd vnverzagt darein crgeben/vnd an ihrem Fleiß vnd Arbeit nichts manglen lassen/ vnnd dem trewen Räch der Ammen vnd anderer Weiber / so bey ihr ftynd/ gutwillig vnd getrost mit frewdigem Hermen folgen/ vnd nicht durch ihren wrderspennigen Surn vnd Muchwillen/ oder Blödigkeit die Geburt verhindern/vnd da, t urch einen Schaden vervrsachen/sondcru dur, cken daß Gou der ^Ci r da würcke/ jhrBeystandrlciste / vnd sienitlassen wol« le/ damit sein Geschöpsszu seiner Glory vndEhrauffdieWeltkomme. Sol, len auch gewiß darsur halten / wo es an ihnen mangeln würde/ daß einiger SchadedurchihreLaßhe,toderSchloßheitoderVngchorsambzu folgen/ an derFrncht vervrsachk würde / daß Gott solches an ihnen erfordern vnd straffen werde.

Zum Merzehendm / so GOtt derAllmächtige sein Gnad verliehen hat/ vnnd sie mrtftewdcn LNtbunk cn/ daß stemm bishero den verborgenen Schatz vnd Gab Gottes für Augen siehek/foll sieGott demAllmachkigen darfür danck, sagen / vnnd demselben das Kindt hinfüro befehlen / daß es vnter Göttlichem Schutz in aller Ecbarkeit/gmer Lehrevnnd Gottesforchtmogezn seiner Ehr/ zu Nutzen deß Nechstcn/vndznm Heyl seiner Seelen aufferzogen werden.' So soll sich die Mutter auch nüchtern vnd vernunfflig halten/ damit sie dem Kindt gute Pflegnngchlm/vnnd gesunde Nahrung ihrer Milch geben möge/vndsol« len beyde VattervndMuttor dem Kmdlein Christlich vorstehen.

Diß seynd nnrln gemein etliche fürnehme Regeln vnnd Puncten/ so zu merckcn siynd. Was sonst allerhand Znfällevnd Gebrechen bey den schwan, gem Frawen sich zutragen mögen / vnd wie in solchen allen gebühr tcbeVorse, ynngznchrrnsey/ solleinjedeFraw nicht vntrrlassen/ soNothtursstfürfelk/gu, ^es Raths gelehrter Aertzte zupstegen vnd zugebrauckxn/ vnnd sich selbst vnd IU Frucht durch Fahrlässigkeit/wie gemeinigkich sehrvielgeschicht/nichtverwahr, losen/noch an ihrem eygenem Leib vnd eygenemFleisch vnd Blut/derVerderk, nuß muchwillig schuldig werden. Biß hteherI-oniceru5.

§ 5» Wann sie gesundt worden / oder der Medicus sonsten sein bestes gethan/ soll man vor allen Dingen Gott für die Wldcrbrmgung

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