Politia Medica,

-erstehen ? Wollen sie für sich selbst nichtfolgm / st sollen sie doch andere Um von heylsamm Rath nicht abwendig machen»

§. 6, Den DoÄorem oder Acht beydem Krancken keineswegs -erachten/ noch verhast machen. a] . ^

a] Etliche ob sie schon so vnverständig vnd freventlich nicht feynd/ - sie den Krancken gänistich von den geordneten Mitteln derArtzney abhallen/vm rerstehen sichdochauchauß sondern Neydt vnd böser Gewonhell anderer Leue guten Nahmen zu schmühlern/die Person deß ^lecüci zrrvervnglimpffen /^vnd mancherley Vrsachen selbigen dem Patienten vnangenehm zu machen; in wel, chem aber dem ^ieäico sehr vnbillicb geschieht / vnnd darneben dem Patienten hcjftiggeschadettvtrd / als welcher sein gut Vererawen fallen last/ vndzunoch, wendiger Folge vnwillig wird.Derhalben die Kranckenwarrere deß Medici wel­chen der Patient zubranchen angefangen / vielmchr im allerbesten gedencken/ vnd dahin trachten soll / daß der Patient ein gutt-SÄtttrawen/ Gefallen/ Zu, »ersichtvnd Liebe gegen feinem rdeäico behalte /'dann also wird die Curation desto besser von stau gehen-

§. 7- Dm Patienten sollen sie ein ftölich Herß emsprechen/sie ttö- fien/vnnd alle Jorchk deß Todtes (da solcheetwanvorhanden) beneh­men 2 /auchernsilichvndfleWgmttjstnenbeken/vndvorflebikten. bZ Die Erfahrung bezeugt/daß diese Sprichwörter wahr seyen : Ein gUterMuchisteinräglichWohlleben; FrewdistdeßLebensZucker; Fröligkeit ist gut ftrr Kranckheit; Frölich Gemüth/ machtgesnndt Geblüt / dargegen/ Trawren garnichtsdemMenschen nützt/als dasesjhm feinLcben kurtzt/Traw, rigkeitistdeßMenfchenHencker/rc» Solches alles bezeugt auch hin vnd wie­der dieHeyligeSchrissr/alsvnteranderm proverh.if.v.iz.iy. v.zz. Syrac. jo.v.zj.&c. Wann dann Fröligkeit einem Gesunden so nothwendig vnnd nützlich ist zu deß Lebens Erhaltung/ wiel viel mehreinem Krancken. b ] Der nothwendigsten Stück deß Kranckenpsiegers ist im Geber mit dem Krancken fleissig seyn/ dann die Sün-d ist ein Vrsach der Kranckheit / wider welche kein besser remeäium, als dabliebe Geber.

§.8. SollendenPanenttnimRedenvndLhunwederzuwerch

noch zu hatt seyn- a]

a ] Wann der Krancke widerspmstig/ vnd dermassen zart vnd weich ist/ daß er nichts leiden/ oder jhm gar nicht/arrch vmb stinrseygenen Bestes willen,' wehe geschehen lassen will / so ist nicht vonnöhren / daß die Kranckenwarrere jh. me stershoffire/ sondern alsdann muß ihm / nach dem es die Notchurffc erfor­dert / harr zugesprochen werden« Dann solle man deßhalben daß erwan der

P _ Krancke