17® D.Lud-votsHörnigk

Krancke zu einer Sack vnwilligwrre/ vnd sich beschwehret etwas zu leiden / die nuyllche vnd nöhttgeMttrel vnierlassen/ würde solches jhme zu empfindlichem Nachtheil gereichen. Vnd dieser Vnterrichtist sonderlich nöhtig bey Kmdrrn vnd jungen Leuten / dannsolcheofftmahlnnurdeßwegrnmchtzur Gesundheit widerbracht werden/ weiln man ihrer gar zu schrfchom/ vnd ihnen nicht wehe thun will/ ja wider ihren Willen nichts handelt noch für nimbt.

§'. 9. Es sollen auch die Personen so den Krancken warten / die Logiamenter darinn die Krancken liegen/rein halten/ berauchern vnnd

ausssbessaecomrirockiren. aj

a] Beydes vmb der Besuchenden/ als auch vnnd zwar am meisten der Krancken willen. Wannaber das Logjament rein gebaltenwerden foll/ist leicht zuerachtin / daß vielmehr dieBettimg vnd was der Krancke anhat / rein vnnd sinrber gehalten werden muß/ vnd jrren die jenige gar sehr/ welchemeynen/man dörffe einem Krancken kein weiß Leinwadt anthun / dann wann es nur nicht s

feucht vnnd kalt angethanwird / so hat es nichts zubedmten/ man kan es war,, men/crucknen/berauchern/rc..

§.io. Eheste den Harnzum OoLdori tragen/zuvvr einen gründe üchenBericht aller Vmbfkande der Kranckheit von dem Krancken ein­nehmen» a^j

aj Dieweil» es vnmuglich auß dem Harn alleVmbstände (sodoch zur Lurarion zuwissen/hochnöhkig) zu errahten / wie vnten von den Harnpro,' ,

pheten gesagt werden soll.. Deswegen esein schädlich Ding ist / etwan ein vn, verstandigePerfonzilM.Ar^tabfertigen/welchenichtallLin kernen Bericht von der GelegenheitdeßKrancken geben kan/sondern offrmahln denKrancken niclN gesehen / oder nie erkandthat / oder so thum im Hrrn ist/ daß sie nicht behalten kan/wasjhr derDoccor oderApothecker für Antwort gibt.

§. u. JmgcringstennichtsvonArtzney-oder Speißmitttln oh­ne Vorwiffen deß Doctors., nach ihrem Kopffordnen oder eingeben/ sondern sich von denen belehren la ssen ! welche ein solches gebührender { ii mästen erlernet/ vnd deren Ampt vnd Beruffes rss. a ]

a ] Der Krairckenpfieger A mpt vndBerussist nicht Ordnen/ sondern das G^ordnetedem Krancken stujsigapplicircn.vudwann schop etwas so vom v

Artzt geordnet worden were/darvor der Krancke ein Abfchewen etwan.von Na, rur oder sonsten herte / oder die purgirende Aryney werezu ltndtoderzu starck ge, wesen/öderesfielen vtrverseheneDurchläiiffoderBattchstttß/Ohnmachten/re.'

tiw so soll esder Kranckenpflegerdem Artzt bescheidentlich vermelden/ derdann. -M dmSachen schon selbst zrr-raehen wissen wird».