Von dem Doffgange. 25

Es schreibet I»cobu5 ldoUcriur in seiner prsAics-wenn man nimmer das Kraut Krebsblumen/ oder Wartzenkraut/zu Latein Verrucarir, tterbasoIsrLs.genaNd/vNd Laschelkraut/

eines so viel als des andern/vnd stoß sie im Mörser/vnd thue etwas Essig vnd Saltz darzu/ vnd bindeesandesKrancken Fußsolen / vnd wenn es truckm wird/ man es wieder ernewert/ so solls eine bewerte Artzney seyn gegen den Hoffgang. Andere nemen an statt des Warzenkrauts/ Wegetritk/ welches poly- gonum oder centumnodinam die Latiener nennen/vnnd ge­brauchen es wie jetzt gemeldet ist.

Auch ist in dieser Kranckheit nicht vndkenstlich/ wenn man giriert warmen Ziegelstein nimpt/vnd ein zwey oder dreyfach ley- nen Luch / das in Essig ist eingenetzt worden/ darumb schlägt/ vnd den Patienten nach gehaltenem Stuelgange bloß darauff setzet. Auch kan man einensolchmZiegelstein zu den Fußsohlen des KranckeninsBettelegen.

! Vnd ist allhiezumercken/daßich/wievielauffeinmahl von den Artzneyen zu nehmen sey/ für die alten geschrieben ha­be/ den Kindern aber soll man die helffke geben/mehr oder weni­ger/ nach den fahren ihres alkers.

Was das Aderlässen belanget / haben Gelährke vnd er­fahrne Medici hiervon viel dilpur'irenr,ob in dieser Kranckheit eine Ader zu lassen sey/oder nicht 5 vnd haben zu beyden theilen ihre gründe vnd beweiß/ doch einer mehr als der ander. Daß ich aber nach meiner einfalk meine meynung entdecke/so beucht mich nicht rahtsam seyn / daß man in dieser Seuche/ wenn sie ihren vhrsprung hat von zehem vnd gesaltzenem Schleim/vnd ohn ein Fieber ist / eine Ader schlahm solle. DaabernebendemHoff- gange auch ein Fieber vnd entzündniß verhanden were/ vnd der Patient Blutreich were/ vnd vormahls gelassen hette/ auch des alkers vnd der kräffte halben darzu kommen könte/so möchte man , sicher im anfange der Kranckheit an dem rechten Arm die Me-

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Aderläs­

sen.

D dian/