i;8 D.Lud.vonHörnigk
umb verltehrm/ daß die Frawe noch in etlichen Wochen nicht zur Geburt kompt.
' §15. JnallenFavLnbedachtsamvndvnverdroffenzuseyn/auch von der Frawen darzu sie bcruffen/ nicht leichtlich abzuweichen, a ] a ] Es sey dann/ daß sie aller Gelegenheit nach/genugsameAnzeignng jängern Verzugs habe. D. Adam.Lonicerus, ibid.
. §. 16. Der geöahrcndcn Frawen Natur vnd Weife/ob sie ncmb- lich blöde/kleinmühtig vnd verzagt/odlt- aber halßstarrrg/widerspcnsiig/ vnd muthwillig sey/ wohl zu mercken/vnnd auffgchenden Fall oder gestalten Sachen nach / sicttösikch / freundlich / oder mit etwas harten Worten anzureden/ alles zu dem Ende / damn die Gburtglücklich ab- gctze. a]
a ] Dann viel förchten/es geschehe ihnen zu wehe/viel hindern sich vnd die Geburt selbst mmhwilltg fluchen vnd lästern/chneracht sie schon da in Got, tes Gewaltlicgen/vnd alsdann muß eineAmmeihreHertzhaffugkettsehen las, scn. So viel zwar dasTrösten anlangt / soll sie die Gebahrende tröstlich ver. mahnen / für eine sonderliche Gnade Gottes zuerkennen / daß sie Gott mit der ^ Fruchtbarkeit gesegnet/ vnd schwangerlassen werden/ vnd terowegen viel mehr Gottdarfurzudancken schuldig sey/ vnnd sich von herycn zuerftewen habe/daß er sie würdig geachtttder Verheissnng vnd Segens Gottes theilhafftig zu wer, den / nach dem *8. Vers.deß i.Cap.Geneseos. Zum andern / sie erinnern/ daß sie deß Schmergens halben nichrzuerschrecken habe / dann ja die Geburt ohne Schmerlen nicht garabgehm könne/weilnsolchesallchiederFrawenvon Gott ausserleger / vnd siedahew solchen Willen Gottes gern tragen vnd gehör, fam seyn solle/bevorab/wein sie sich deß Segens vnd Verheißung darteyzuge, trösten/nembltch daß Gert sie nicht verderben / sondemjhr beystehen/ gnädige Hülffe erzeigen / vnnd widerumb erftewen/ dasisti ihr emclcbendigeFrucht durch solchen SchmertzenzurWeltzubringen/gönnen wolle welche sie mit ftö, lichem Anblick ansehen werde. DrjltenSjhrzu Gemülh führen/daß Kinder, zeugen ihr Bernssvnnd Ampt sey / in welchem sie Gott den grösten G/hersam vnd Gefallen erweise/so sie mst Christlichem Gemüth vnd Hcrizen geduliigvnd willig sich zu solchen Sachen schicket/ vnd an ihm mit festem Glauben vnd Be, siandnußbehanet: ^'a/ ihreFrewtewerdehemachdeß NewgebornenKind, leinS halben / so ein Schatz vnd Kleynod vber alles Gold/ S.'lbervndEdclge, stein ist/ desto grösser seyn/ zugeschweigcn/ daß sie ihr eSnichtfüreinegertngc Ebrzu achten/daß sic fruchtbarist/ fl-itemah! die Vusruchtbarkeit bey allen Völckern biß noch dahero für eine Verachtung gehalten worden. Soviel