1 4 6 D. Lud. von 5)örnigk

§ 2.. Dcßglkichcn soll er auch Gotrsfürchtig/ Guchttßr'g/nicht hochmüttg/ernstlichzu A.bcitcn vndvnvewroffen seyn. a ]

a] Von diesen gualittten wird zwar auch droben geredet/ aber weiln sie principaliter an einem Feld,Barbieret erfordert werden / hab ichs für kem vn, nothwendig Ding gehalten alhie znwiderhoh.'en /. weiln man ein gut Ltedigem r. mahl singen mag.

§.z. Soll sich nicht vbcr seine profelllou erhebcn/sondcrnin sei- - ncmAmptvndbcruffverblciben. a]

a ] 3n frembde Geschäffte/so er nicht verstehet jhme auch zu tractirennit gebühret /soll er sich nicht einmischen / die innerliche Artzneyen dem Medico zu administt-ii en Vbergebe^e6 sey dann eewz für gerunen/gestocktesodergeiieffertes Geblük/oderirgend einWnndkranck/sonste soll et bey setnenOliteteu, Salben/ Pflastern/?u!menten,Einimeuren,Therbandc/Qucllmeiselen/Durch zügen/ Schwabtüchern/Zwinbandten/Blutstellungen/ Wundbalsamen / Spara- drappi8,vollbindm/vberschlagen vnd was dergleichen fachen mehr sind / ver, bletben/VNddie^tcra<stjua,Coucc>^uentia,I)iAereutiar Millificantia , Difli- panoa,Repellentia, Snppuraroria, Caustica, Efcharotica, Epulotica, E x ter­gentia, Mundiücantia vnd dergleichm/auß einander wohl lernen entscheiden/ vttd zuwelcherzeitein jedeszugebrauchen seynmöge mit guter obacht wahrneh, wen vnd oEleruiren.daß er den Anfang/Mtttel vnd Endt deß Gebresten/ oder der Verwundung nach seiner Gelegenheit zutractiren wisse/dann im ansang nicht tauget was in die Miltelcur gehöret / bey dem Anfang wenig oder nichts mn;ct/lassen sich attch nicht alle Schaden mit einerley Pstaster verbinden / so wenigalsallePsiwdtMageroderFeist/Dürroder Mast vnker einem Sattel geritten werden mögen/ondjederzekteingcdenck sein deß jem'gen Sprichworts/ so der künstliche Apelles auß Griechenland anssgebracht vnd von ihm entsttM, den: ^le Sutor vitra Crepidam, Dap tff so viel geredet.es soll sich keiner höher er, heben oder steigen als sein herkommen vnd kunst mit.sich bringet Raym: Min­derer us in seiner Me dic.i na M ili tari.!.c..

§.4. Soll sich mit demFeld- Medico freundlich begchen vnd ei-' ne rechte Kindliche aifeLiion gcgcu jhm tragm. a ]

' a] Einer dem andern mit gcttewer Handleistnng begegnen/vnnd einan,. derwie Mannim Gemeinen Sprichwort sagt/in ein Rachgreiffen/kein Emu­lation oder Eysserfucht vnrerjhnen erwachsen lasscn/allen Hochmuth/Hoffart vnd Ehrgeiy beseits.fetzen/Gotk zn Ehren deß sechsten Nutzen betrachten / so sann ihnen Rirhm/Leb vnd Ehrneberrgulem Gewinn/dem armen Patienten

aber/