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tzen wollte, zog sich durcb die Stadt Tharand wieder zurück, und der General Graf Neuwied besetzteden Landsberg, setzte sich hinter Herzogs walde, und behielt diese Stellung den 8ten Der Prinz Heinrich ließ 3 Bataillons nachCollmitz eovrucfcn, usn zu vechindern, daß der Feind durch den Tharandt Wald etwas wider seine rechte Flangue vornehme. Der General, Graf von Neuwied bekam Befehl, den yten seine vorige Stellung bcy denen Katzenhäusern wieder zu nehmen, und der General von Sturterheim der älteste, welcher das Detaschement gegen Collwitz rommanditte, ruckte wieder in das Lager bey Freyberg ein.
Paris, vom 12. Nov.
Se. Mas. der König haben den Hrn. Berlin, Kontrolleur - Genera! der Finanzieu, zu einem Staats-Mrmster erklärt. Dem zufolge hat besagter Herr am 7. dieses Sitz und Stimme in dem Staatsrath genommen. Der General-Lieutenant Herr von Lally, welcher die Landtruppen von der Geschwader des Hrn. d'Ache zu Pont- dichery commandirt, ist den 4. dieses arrestirt und in die Bastille gebracht worden. Es würde solches noch ehender geschehen seyn, wann er nicht als Englischer Kriegsgefangener angesehen worden, dahero es erst nach Unterzeichnung der Präliminarien geschehen. DieKdnigl Fregatte, die Minerva von 29Eanonen, welche der Chevalier d'Oppede commandirt, ist in dem Hafen von Villa Franca verunglückt. Fünfzig Manu von der Eguipage sind ertrunken. Die Frau Marschallinv. Broglio ist am ?i. vorigen Monats auf Ihrem Schloß Broglie in Ro-rmandia mit einem Solm entbunden worden.
Aus Tk-ürmgen, vom 12. Nov.
In dem Thüringischen Creyse sind dieKönigs. PreußischeErecutivns'Trupsen vermehre worden. Heute kam der Herr Oberste v- Billerbeck mit Infanterie und Cavallerie, (man schätzet sw 300 Mann frarh benebst 2 Canoen von Wie- her, und marschige nach der Gegend Weisensee. Sie sind sehr attent, um nicht leicht überraschet zu werden. Sie haben ry den meiste!) Orten an Her Unstrut Posten ansgesteUet, und die Brücken hin und wieder aufgehoben.
Ans dem Voigtlande, vom 16. Nov.
Obgleich die Wege 7 chr schlecht, und bald Re« Zsn, bald Schneegestöber sich einstellt; so ist rs doch geschehen, daß ein Corps Preussen von
Sachsen nach Brm vnd Laon elngeorochm- Saatz haben diese den gten Nov. Nachts »m 8 Uhr besetzt. Aus Pomnissel haben sie alles Vieh und den Rentschreiber als Geißel mitgenommen. Zu Pvdhorsam lassen sie sich auch wob! ftyn. Zu Ioachimsthal, Ncudeck, und zu Platten sind Preußische Infanterie und Husaren , so, daß das General Graf Effcrische Reichs-Corps, welches heute zu Grßhübcl, (ein Schloß dem Graf von Hardeg gehörig, und 2 Stunden von Carlsbad entlegen)Rastag hält, wohl auf der Hut ist, damrt es den Marsch gegen Eger fortsetzen kan, um vom Feind unangefochten zu bleiben.
Braunfchweig, vom 9. Nov.
Vorgestern Abends trafen Se. Durchl. der regierende Fürst von Anhalt Cbthen, mit einem zahlreichen Gefolge, in hiesiger Stadt ein.
Hannover, vom 9. Nov.
Am Sonntage ward allhier in sämmtlicheir Kirchen das Te Deum, wegen Eroberung der Stadt Cassel, gesungen. Die Canonen wurden dreymal von den Wällen abgeseuert, und die Besatzung machte ein eben so vielmaliges Lauffeuer. Unter denen Geissekn, welche die Feinde am zi.Oct. aus Osnabrück abgeführet haben, befindet sich der Domherr, Hr. vvn Be- verförde, der Hr. General-Lieutenant v. Grot- hcms, und Hr. Drost von Monster.
Maynstrom, vom 18. Nov.
Laut Nachrichten aus Hessen vom gestrigen dato ist am i5ten dieses zwischen des Herzogs Ferdinand Durch!, und denen HHrn. Mar- schäl'm nachdem "diese Herrn ersagten Tages auf der Brücken - Mühle bey Amöneburg den dem Herrn Marschall Prinzen von Svvbise das Mittagsmahl eingenommen, der Waffenstillstand unterzeichnet worden. Nachdem hierauf den i 5 ten früh die in Marburg ejnguar- tierf gewesene HHrn. Generals und andere Of- fickers sich wcgbegeben, so ist selbigen Abend ein Tbeil der Französischen Armee dorten ein« gerückt, so daß in manchen Haus 40 bis 50 Mann im Quartier gekegen. Gestern Morgen smdaberauch dieleVölker wideraufaebro- chen um nach der Gegend Giessen zu marschieren. Dem Vernehmen nach haben sich auch die alliirten Truppen bereits rückwärts m den Marsch gefetzt.