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Anno 1763. Samstags» den 8.Januar.

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Mossau-, vom 2. Deccmbtt. eute -ist dasFestDesSemcnowschen Leibgar­de-Regiments bey Hofe gefeyerNVorden. Ihro Kayserl. Majestät gerührten in glei­cher Kleidung mit der Garde-Äniforme dem Gottesdienste an Der Hofkttche beyzuwvhnenz wornach in Beyseyn der auswärtigenMinister und aller vornehmen Personen beyderley Ge­schlechts, sämmtl. Staads- und Ober-Officiers in den Paradezimmern ihren unkerchäntgsten Glückwunsch abstatteten, und von Ihro Mass allrrgnadigst zum Handkuß gelassen wurden. Hierauf nahmen Ihro KayserU Maj mir allen Staabs- und Ober-Officiers dieses Regiments in dem grossen Audienz-Saal, oder der soge- nannten Granovttaja Palma, das Mittags­mahl ein, wobeyÄllerhHchstderoselben Gesund­heit unter Abfeuerung der Canonen ausgebracht wurde. Nachmittags um 3 Uhr erhoben sich Jhro Kayserl. Majestät; unsere allergnädigste Monarchin, ln dem Gefolge sammtti'chrc Hos- Cavauers mir ihren Obcr-KamMerherru, des dejournirenden General-Adjutanten und Gar­de-Majors, derer Stallmeister und übrigen Hosbedienten, wie auch der Staats-Damen und Fräuleins mit ihrer Oberhofmeisterin und Hvfmeisterin, unter Begleilung eines zahlrei­chen Detaschemeuts von der Garde zu Pferde Dvr und hinter dem Zuge, unter Pauken- und Trompeten-Schall unter Adfeuerung der Ca- uonen, aus dem Pallaste im Kreml nachdem sogenannten Goloivinischen Pallaste. Das Wetter war etwas feucht und trübe; allein dies hinderte doch nicht eine unzähliche Menge Volks, obgleich in der Stadt nichts davon kund gemacht worden, alle hohe und medtize Gebäu­de am Jwanowischen Marktplatze, den Markt selbst, und alle Strassen auf dem Wege zu bese­tzen, um ihre allergnädigste Kayserin zu sehen, die mit so vieler Gnade, Huld und Menschen­

liebe gi'ückltchreZieret, und für das Wohl Ihres Volkes unermüdetbeschäftiget ist.

Petersburg, uom 7. Der.

'Den l sten dieses wurde der Newastrom allhier mit Eise belegt, und den 2ken Tag darauf steng man an , Denselben zu Fusse zu paßiren. Den zten als am Sonntage, wur­de allhicr das hohe Namensfest Ihrer Kayserl. Majestät, unserer alletgnädigstm Monarchin, auf das ftyerlichste begangen. Vormittags war solenner Gottesdienst in der Casanischen Calhedrcrlkirche, nach Dessen Endigung die Ca- noncn Don den hiesigen Vestungen abgefeuert, und sodann beyGr.Ercelle^z, dem wirklichen geheimen Rache, SenateurundRitter, Herrn -von Neplujew, dre Gratulationen abgestattet wurden. Zu Mittage tractirten Se. Crcellenz, in Dero Wohnzimmern im Kayserl. Sommer, paiais, alle Vornehmen beyderley Geschlechts, an einer Tafel von 60 Couverts, die auf d^s prächtigste jerviret war, und dabky die hohen Gesundheiten, unter Abfeurung der vor dem Kayserl. Palais 'gepflanzten Canonen, ausge- dracht wurden. Abends waren nicht nur die Vestung und Admiralität, sondern auch alle Häuser in der Stadt, bestens illuminiret.

Warschau , vom 16. Der.

Bey Sr. Königs. Majestät hat dieser Tage der Rußisch-Kayserl. Gesandte, Graf Kayser« king, eine Privat-Audlenz gehabt. Jtztgedachter Gesandte soll sich hüben verlauten lassen, wie er, kraft der Instruction seines Hofes, die Prä­ferenz vor allen hier befindlichen Gesandten, fol­glich vor temPäbstlichen Nuncio und vordem K.K. und Konigl. Französischen Gesandten ver­langen werde; wie er denn mit seinem Wagen denjenigen Platz im Vorhofe des König!. Palais eingenommeu hat, welchen die Kutschen des Fürsten Primatis, des Nuncil und des Franzo--