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Frankfurt, vom 19. Nov.

Es langen nun täglich Generals Personen und andere vornehme Französis Officiers dahier an. Vorgestern trafen des Prinzen von Conde Konißl. Hoheit dahier ein, und setzten sogleich nach eingenommenem Mittagsmahl bey dem hiesigen Herrn Commendanten Marquis des Salles, Dero Reise wieder nach Fra!:kreich for> denen gestern der Herr Grafv. Stainmlle, Ducs de Duras, Coygny und Fronsac, die Grafen v. Brßy, Thiers und Montbarey nebst noch ineh rerem gefolgt. Diesen Mittag kam such der Herr Marschall von Estrees unter Abfeurung der Cayonen hier an, und ward mit denen ge- wohnlichen Ehrenbezeugungen empfangen.Dem Vernehmen nach dürfte hochersagterHerr Mar­schall bereits Morgen oder Uebermorgen eben falls wieder nach Frankreich abreisen.

A VERTISSE MEN TS.

Demnach E. Hochedlen und Hochweisen Ralh -dieser des Heil. Reichs Stadl Frankfurt am Mayn die zuverläßige Nachricht zugekommen, daß auch unter denen Ochsen eine Seuche sich äussere; Als hat man vor nvthig ermessen, hier­durch bekannt zu machen, daß kein Horn-Vieh, es seyen Ochsen oder Kühe, welche zu feilem Verkauf anhero gebracht werden, ohne hinläng­liche Gesundheits-Pässe, daß sie von nicht msi- cirten Orten anhero kommen, von heut dato an über 8 Tag nicht weiter hiereingelassen und paßiret werden sollen, wornach sich ein jeder zu richten wissen wird. Frankfurt, den r8.Nov. 1762. Stadt-Canzley allda.

Nachstehende in der Grafschaft Mnburg- Wächterßbach belegene herrschaftliche Hofe sol­len von Petri 176z an, hinwieder auf z oder 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden ver­pachtet werden: . ,

I. Der eptdbcrser Hof, em und erne halbe Stunde von Wächtersbach gelegen, bestehend b) in einer geraumen Hofraith mit einem gut de- bauetenWohnhauß, Scheuern, Stallung und andern zur Landwirthschaft nörhigen Zubehd-

rungen: li)6oMorg. r Viert. 24 gviertel Ru­ten Wirsen undGarten:c)jn aichMorg.gViert« 8Ruten Wecker: <l) einer wenigstens mit 300- Sluck zu beschlagenden Schaferey, e) nebst ei- nemInseutaeio an Rindern, Scdaafen,Schwei- neii, Federvieh, Scknff und Geschirr und andern zum Ackerbau und der Landwirtschaft gehörigen Ge.äty chaf en.

ll Der weycr $of f eine starke Stunde von Wächtersbach gelegen, der bestehet») in einem Hof- Schäfer und Hirrenhaufe, Scheuern, Stallungen und andern zu der Landwirrhschaft ndlhigeu Zugehbrungen; b) in 109 Morgen 38 7achret Rout. Wiesen; c) ie8 Morg. 2 V. 32 R. Äeckern; d) 7 Morg. 24 zviertel R.Gär- ten; c) 2M. 2V. 29 zachte!Rout. Hofraith; f) einer mit 452 Stück zu beschlagenden Schä- ferey; r;) nebst einem Jnventarioan Rindern, Schaafen, Schweinen, Federvieh, Schiff, Ge­schirr und andern zum Ackerbau und zurLand- wir'hschuft gehörige« Geutthschaften. .

II' Der Uointuiuertfof,zweyStunden von Wächtersbach belegen, der bestehet a) in eurer zugemüchseliHvfcailh mit räamlicherWolmnng Scheuer, Stallung und übrigen, was zur Land- wirrhschaft ndrhigist; t>) urchoMorgenWiesen, c) ryo 1 halb Morg.Aeckern; d) 35 rhald M. Hecken; «-) einer wenigstens mit 300 Stück zu beichmgenden Schäferey; 0 nebst Invenlauo an Rindern, Schweinen und Federvieh auch ei­nigen zum Ackerbau gehörigen Gerärh'lchaftcn.

Alle drey vorstehende Höfe haben den Weid- gang und nothdürftigeBkholzigung zu genieffen. Wer nun einen oder den andern von diesen Hö­fen gegen annehmliche Caution zu pachten Lu- sten hak, der hat sich den 13 Dec. k a. auf hiesi­ger Reut Cammer um9Uhr cinzu'findcn, als an welchem Tag unter denen mündlich weiter be­kannt zu machenden Bedingungen der Sprel- berger *$of, den folgenden 14. ejusd. der Weyer Hof, und den dritten darauf folgenden Tag als den 15.ejusd. derUoenbemcrHsfandenMeist- bietenden unter Borbehaltung der Genehmi­gung einer Kay?' Allerhochst-verordnetm Com- mißion öffentlich verpachtet werden wird. Wächtersbach, den.12 Nov. 1762.

Renl-Cammcr allda.

Dieses ist wöchentlich viermal be-y denen Serlinischen Erben und auf allen Post Acmtre»

Montags, Dl-enstags, Frevtags und Samstags zu haben; wird aber beyHrn. Srrttn susgegsben.