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erwähnten Herrus wurde dem Staats-Secretair, Grafen von Eqrcrnvrtt sogleich angezeigt, welcher Se.Eh- ceüen; dessfaus compliin-mtirte. Gestern waren Dieselbe mit verschiedenen König!. Ministers in Utitcrrc- redung, und heute fanden sie sich dey Hof ern, wo Sie von des Königs Majestät mit besonoern Zeichen der Achtung empfangen wurden. Die Friedens-Unterhandlung wird nunmehro ohne Zeitverlust vor die Hand genommen werden; man schmeichelt sich, sie durch die Spanische Forderungen, weder unterbrochen, noch verzögert zu sehen; dann Frankreich hat die Vorsicht gebraucht, den katholischen König dahin zu vermögen , sich, mit den vornehmsten Vergleichs- Puneten mit Engeland, zu beruhigen. Der König hat die Secretairs bey dem Seewesen und der Schatzkammer , Herrn Mcston , .Sharpe und Rivers zu Commissairs ernannt, um wahrend der Abwesenheit des Herzogs von Bcdfords das geheime Siegel zu bewahren.
Diejenige, welche entweder vor oder wider den Frieden eingenommen sind, fahren noch immer fort das Publicum in ihren Nachrichten davon zu unterhalten, sie zeigen aber mehr Bitterkeit und Groll gegen einander , als Gesinnungen wahrer Patrioten. Diejenige, welche dem Frieden entgegen siuo, behaupten, ohne etwas gewiß zu wissen, die vorgeschlagene Friedens- Bedingungen seyender Nation unrühmlich und nachtheilig, und es wäre weit beyer gerhan, den Krieg wenigstens noch em Jahr fortzu etzen: Ihre mehr erleuchtete und besser unterrichtete Gegner aber, bemühen sich, die Nothwendigkeit und die Vorthcilc des Friedens zu zeigen und behaupten, daß derselbe der Groß- brittanmschen Cronc, sowohl zur Ehre, als zum Vortheil gereiche.
Der Chef d'Escadre Spry segelte den roten von St. Helena ab, um sich nach Terra Ncuve zu begeben, diese Insel wiederum in Besitz zu nehmen und zwischen ihr und Accadien zu kreutzen.
, Hamburg, den i4.Sept.
Aus Danzig meldet man, der Hr. General vonRo- manzow habe von der russischen Monarchin die gebetene Erlaubniß erhalten, seiner Gesundheit wegen die Bader in Deutschland zu besuchen. Der alte würdige Feldliim schall von Mnnnich ist zum Gouverneur von St. Petersburg ernant worden. Man hat einen gewissen Monarchen schon oft tvdt gesagt, und jetzund thut man solches wieder. Zugleich seist das Gerüchte hinzu, die russische Armee habe blos wegen dieses hohen Todesfalles die Ordre bekommen, ihren Marsch vors erste nicht weiter fortznsetzen. In St. Petersburg vermuthen die hamburgische Deputirten, daß sie noch vor der Abreise l>.r Kayserin nach Moskau, ihre Ab- schiedsaudienz haben werben. Was sich sonst von gewisse»; neue»; Bewegungen m Rußland verbleitet hat,
beruht auf lauter seichten Nachrichi-m.
Vorigen Sonnabend langte der Hr. Geh. Math 30 * Wolf mit dein Hrn. Generalauditeur Seelhorst. aus St. Petersburg über Berlin Hieselbst an.
Einige Bericht,' sagen, bey Rrducirung des Dänischen Httsarenregiments habe man den Leiwen die Uni- fomi ausgezogen, und ihnen darauf die Erlaubniß er- thciit, hinzugchen, »vo sie wollten. Allein, da sie unbekleidet gewesen waren, so hatten sie nothwendiz wieder Dienste unter der Infanterie nehmen »nü»sen. Andere Briefe hingegen erklären dieses Pur eine Unwahrheit, und drücken sich so aus: „Danncmark hat „ wahrend des ganzen Krieges eine vo.rtrefliche Roll« „ gespielt; es muss dort ein rveiser König scyu, und „ et muss geschickteMinister haben. Grosse Hauser „ schmeichelten ihn» um seinen Beytritt. Er beobach- ,, me eine genaue Neutralität, erwarb Millionen, „ und machte seine Unterthanen durch die Handlung „ reich.,,
Mit dem Befinden des Erbprinzen v.^Braunschweig bessert cs sich zum allgemeine»; Vergnügen. Denn' man kan rnit Recht sagen, dass dieserHerr von Freunden und Feinden hochgeschätzt wird.
Der Hr. Geh. Rath von Hardenberg ist von Hannover »»ach Paris gereiset, ver»mrthlich »m das Interesse des churfürstlichen Hauses vey dern Friede» zu beobachten. ,
Ein Schiff, welches vonPetersburg nach Lübeck mit 86. Passagiers segeln wollte, und dessen Schiffer Johann. Gerdes heisst, ist m»t der ganzen Equipage verunglückt. Es ist zu besorgen, dass viele holsteinische Officiers auf demselben gewesen sind.
Aus Thüringen, den 2r. Sept.
A»n Sonnabend ist der Preußische Major Herr sott Elasenapf, mit seinern Corps an Dragonern undHu- saren von Weissensee ab, über Langensalza Gotha und Ordruff in Die Gegend von Jllmenau gegangen, woselbst er Sonntags Vormittags in einem Dorffe Mo- urebach genannt, den Sächsischen Major von Ever- ftein furprennirt, ihn selbst,, nebst einigen Officiers, etliche und 20. Mann, und sämtlichen Officiers Pferden gefangen genommen. Gestern ist er wieder retour- nirt und auf groß Vargula gegangen. So eben verlautet, daß der Major Otto und Lieutenant Schilt mit 500. Pferden in der Gegend von Erfurth angekom- men waren.
Aus Ober-Hessen, den 22. Sept.
Die Französische Armee stehet vermahlen noch bey Schröck, u. ist das Hauptquartier Sr.Durchl. des Prinzen v. Soubise ».Marsch. d'Etres zu Bauerbach. Dieselbe erstrecket sich von dein Lahnberg durch dengcmtzen. WartorferGrund über Haarhaussen insAmtHoindurgz an der Ohm, allwo das Sachß. Corps cmnpim. Die Mitte Armee hat ihreStellung jenseits derOhm von