tctitjßir selbst erleuchtest zu utthcilen geruhen. Mo hoffen Diesiide hingegen, es werden Eure Kayserl. rmd König!. Majestät Ihnen die Gerechtigkeit an- gedeyhen lassen, allergnädigst gesichert zu leben, daß Cie bey Ihren ^vorstehenden Rathschlagunqen nicht sowohl aufIhre Unvermögenheit, als aufIhre angebohrneTreue und die noch andringende umstände Ihr Augenmerck richten, folglich Jh« ren äußersten Krässlen aufbieten werben, um Sich jener Kayserlich - Königlich - und Landcs- Fursilichen Hnlven und Gnaoen noch weiters würdig zu machen, in welche Dero allhierversam- nieite treu-gehorsamste Nieder -Oesterreichische Stände, Sich, nebst meiner Wenigkeit, in tieffe- ster Ehrerbietigkeit allunnterthänigst empfehlen. Diesemnach haben Ihro Kayserl. und König!. Ma. zestat sich wiederum in Dero Zimmer zurück verfüget : Die Herren Stande aber von Hof aus in Dero Wägen auf dar Landhaus zu Eröfnung der Allergnädigsten Kayserl. Königlichen Begehren sich zurück begeben. Allerhöchst besagt Ihro Kayserl. König!- Majestät besuchten Dero in der Burg sich befindliche Durchlauchtigste junge Herrschafft, und kehrcten sodann nach Schöttdrunn wieder zurück.
Ein anders aur Wien, den 14. Octobr.
Am u ten Dito ist ein Courier aus Welschland, und den r rten einer aus den Niederlanden einge- troffen. Von des commandirenden Herrn Generalen, Grafen von Bathiany, will man sprechen, daß dieselben anhero kommen, und denen Kriegs- konftrenz en mit beywohnen werden- An die Stelle des zu Regenipurg gestandenen König!. Böhmischen Comitiak-Gesandtens, Herrn Grafens von Sternsberg, ist der Herr Graf von Trautmanns- dorff dorthin zu gehen beordert worden. So viel indessen von denen auf dem letzt vorgewesenen Oe- sterrcrchi chen Land-Tag an die Herren Staude gestellten Pvstulatis zu vernehmen gewesen, bestehen diese kürtzlich an Geld und Volck vor das künftige Jahr in folgendem : i) Dai Ordinarium in ^soooo.si 2.) Vor die Winter Quartiers-Gelder der Armeen issooo. fl. Dan« ;) haben die sämmtliche Erb-Lande sooo.Cavalleristen in Natu, ra zu stellen, an welchem quanto Unter Oesterreich seine Qnstam mit 800. Mann zu lieffern bat. Was an Infanterie von dem verlangten Recrouten-Con- tingent des verflossenen Jahres noch angängig ist, so muß dieser Abgang noch vorhero angeworben und geliessert werben.
Constantinopel, den 8 .Septembr.
Von der grossen Staats Veränderung in Persien , die sich durch den Mörder an dem Schach Na- dyr begangen worden, geäuffert, hat man ohne die
bereits bekannten Umstände annoch folgend^ erhalten : Nachdem der SchachNady bey sich d.n Schluß gefasset, einem seiner vornehmsten Staats-Mini- siern das Leben zu nehmen, dieser letzter aber von diesem Vorhaben des Schach Nadyrs di? sichere Nachricht ins geheim erhalten haue, so trachtete derselbe dieser Todes Gefahr zuvor zu kommen; Zn dem Ende brachte er die Garde des Schach Nadyrs durch Geld auf seine Seite, und bekäme hierdurch die Gelegenheit in das Aparlement des Schach Na, dyrs einzudringen, in welchem dieser Persianische Printz schlieffe. Al« dieser Staats-Minister mit seinen Helssers -Helffern daselbst anaekangt, und der Schach Nadyr welcher im Bette läge, diese gewaffiltte Leute erblickte, sprang zwar gleich aus dem Bett, wehrte sich einigeZelt, brachte auch einige dieser Leute um, muste aber endlich der grossen Macht weichen. Es wurde ihm daher der Kopff abgehaucn, den folgenden Tag dessen Haupt denen Völckern gezeiget, welche zwar Anfangs einigen Schrecken, hernach aber ihre Freude hierüber blicken lieffn. Kurtz hierauf wurde einer derer Verwandten des Miriweis auf den Persischen Thron ge- setzet, der aber bereits wie seinVorganger der Schach Nadyr das Regiment mit Ausübungen verschiede, ner Grausamkeiten angefangen; nicht weniger haben die Persianer an unfern, Abgesandten, welcher nach Persien zum Schach Nadyr abaesendet, grosse Gewaltthäligkeiten gegen dasVölcker - Recht aus- geüdet, denn sie ihm nicht allein diejenige Präsenten so für den umgebrachten Schach Nadyr bestimmet waren, hinweggenomme^ sondern auch besagten unsern Gesandten nebst seinem sämmtlichen Befolg gefangen geleget haben.
Livorno, den 30. Sept.
Das Gerücht gehet hier überhaupt, hiesiges Gouvernement hätte dem bekannten König Theodor unter der Hand zu erkennen geben lassen, daß feine Gegenwart im hiesigen neutralen Land eine bedenck- liche Aussicht erwegen könte; man sähe mithin gerne, wenn er mit seiner Abreise allen üblen Folge, runge» verbeugen möchte, weiches hieraus auch erfolget ist.
Edenburg, den 4 Octobr
Die Truppen , welche bey dem Fort August cam- piret, haben sichaufden Marsch begeben, um die Winter-Quartiere zu beziehen.
Militsch,den 8. Octobr.
Heut früh um Uhr sahen wir von weitem ein grosses Feuer aufgehen, und jetzo erhalten wir die betrübte Nachricht, daß in dem angrantzenden Pohl, nischen Städtgen Zduni auf dun Marckt und der Brcßiausschen Gasse^.Wohnhäuser durch die Flam-