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storifche oder mychische Bedeutung des Werkes ist, wie es scheint, nur durch Verjährung das Recht geworden, immer wieder von Neuem nachgebetet zu werden. Den letzten vielleicht entschiedenen Stei-n sann man endlich -noch mit der Bemerkung in die Schale le­gen, daß die ganze Anlage der Statue nicht im wah­ren Geiste der bildenden Kunst gedacht sei. Den

ersten Eindruck, welchen die Statue auf unsere Sinne ausübt, ist Überraschung; auf einen ersten glän­zenden Moment scheint alles berechnet zu fein, nichts für den Genuß einer längern Betrachtung zurückgelegt. Wenn sonst die Plastik auch von der Darstellung der Seele Alles ausznscheiden strebt, was zufällig und mo­mentan ist, so zeigt sich im Angesicht des vatikanischen Apoll eine tiefe Aufregung des Gemüths, Assect. Aste et ist es, was Len Nichtkenner in den Productionen der modernen Künste vor Allem erfreut. Asteet soll die Glnch der Farben erhöhen, den Rhythmus der Melodie bestü- geln; hier finden wir ihn im Marmor wieder." Das Hauchtkeunzeichen echt griechischer Plastik findet Hr. Fener- bach in der Ruhe, der gänzlichen Verzichtleistung der Statue nach außen hin. Er widerstreitet hiemit nicht dem Kunstprincip Winkelmanus, welcher Schönheit "in edler Einfalt und stiller Größe verlangt, nicht dem geistreichen Lefsing, noch Schelling, Schlegel, Hirt, noch der Ansicht Goethe'ö, die den Ausdruck schöner Ge­danken in der antiken Plastik gefunden, er fragt nur: ,,was mußte, da der Künstler die Götter aus der Hand der Dichter schön und vollkommen characterisirt erhielt, hinzukommen, wenn diese materiell dargestellt werden sollen?" Die Antwort auf diese Frage kann mir die Geschichte genügend geben. Der Verfasser geht zu den ältesten Götterstatuen zurück.Der Begriff eines hö­heren Wesens weis't von seiner Darstellung alles zurück, was an den Wechsel des Zeitlichen erinnern kann. Die Statue entweicht auf eine nur der from­men Scheu noch erreichbare Höhe. Unter der Ruhe also ist nicht orientalische Starrsucht zu verstehen, welche der Sinnesart jenes Volkes augehört, welches Kunst und Natur zur Hieroglyphe, die menschliche Gestalt zur ge« heimuißrolltn Mumie erstarren ließ." Der Vers, erkenui rinn in dem kolossalen Apollo Barberini, der jetzt in der Glyptothek zu München steht, eine Te.mpelstatue im hohen griechischen Tempelstil und setzt sein Entstehen noch über Phidias hinaus. Ebenso ist ihm die Athene Promachos in Dresden ein wahres Tempelbild.In beiden Statuen sind die Götter unverkennbar nicht blos als seiend, fondern als erscheinend gedacht, ihre Stellung sagt ganz dasselbe, was jene bekannte Formel, womit die Götter die tragische Bühne zu berreteu -pfleg­reu : Dir zu Oiebe komme ich aus den himmlischen Woh­nungen."

Schiller dur.ch Winkler verhall hörnt. Die P e n e lop e für 4820 liefert .Kupfer zu Schillers

Gedichten und darunter auch die Gräfin von Saverne aus dem G«rg nach dem Eisenhammer. Dabei hat sich Theodor Hell-Winkler einfallen lassen, die Ballade des Dichters in Versen zu glolsiren, deren sich ein Schul- knabe zu schämen hätte. Man urtheile selbst:

Die Gräfin sprach zu-Fridolin:

Mußt du zum Eisenhammer ziehst,

So tritt in die Kapelle ein,

Die dort im Walde zeiget sich,

Und sprich auch ein Gebet für mich.

Es mög' der Herr.dir Gnad' verleihst !

Dagegen höre man Schiller:

Darauf die Dame von Savcrn Versetzt mir sanftem Ton:

Die heilge Messe hört' ich gern.

Doch liegt mir krank der Sohn;

So gehe -denn, mein Kind, und sprich Zn Andacht ein Gebet für mich,

.Und denkst du reuig deiner Sünden,

So laß auch mich die Gnade finden.

Theaterspeculation. Goethe's Faust, sranzö- .fisch zugestutzt, hat dem Director deö Theaters de lo Porte Sr. Martin zu Paris in li Vorstellungen Uber 37,000 Fr. eingebracht. Warum hat man bis jetzt Ver­säumt, dieses Werk auch für die deutsche Bühne zu ar, rangireu? Scheut man sich etwa mit Goeche so nmzuspringen, wie mir Shakspeare?

D ie T eufel s a nb ete r. Nach dem Oriental Heraid will vor eiuiger Zeit ein Engländer im birmani, scheu Reich eine Secte Teufeloaubeter entdeckt habe«. Man weiß nicht, ist es dabei auf eine Mystifikation des Publ'rcuws abgesehen, oder hat der Entdecker sich so zu sagen einen Bären .aufbinden lassen. Die Stellen wenigstens, weiche derselbe aus ihren vermeintlichen Re. ligior.sbnchern aufuhrt, lauten, abgesehen von ihrem stark Panlheistischen Gepräge, ulchr eben so ganz diabolisch. Denn trotz des Gruudsatzeo, daß das Böse, welches der Terifel au aller Welt thut, absolut aus ihm selbst her- vorgehe, .läßt -er sich dcun doch auch zur Versöhnung be­stimmen und zwar durch seine G.mahlin. Die arme Frau -muß nemlich nicht bloß für ihren Mann, sondern für alle Wesen leiden..

T h o r sich* e iber w itz. Ein Hofmeister reiste durch oin Städtchen mit Begleitung feiner beiden Eleven. Auf der gedruckten Pu staute miste las man:Hosinter­st e r N. N m U zwei £ ö we u."

L- Brön nsr'schr Buchdruckerei Fir. ch Rr, P4L g«sHer KsMmervKt»