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In Niedererlenbach wurden, bei einer Bevölkerung von 718 Seelen, geboren: 21 Kinder. Es starben: 23 Personen. Getraut wurden: 4 Paare.

In Dortelweil wurden, bei einer Bevölkerung von 463 Seelen, geboren: 21 Kinder, worunter keine uneheliche; es starben: 10 Personen, worunter 6 Kinder. Getraut wurden: 6 Paare.

Die Anstatt für Irre und Epileptische.

Der letzterschienene Jahresbericht über diese Anstalt giebt dem Publikum Rechenschaft von den im Jahr 1841 statt­gehabten Veränderungen in dem Vermögensstand derselben, und von dem, was in genanntem Jahre geleistet wurde:

Nach unserm letzten Jahresbericht betrug der Capital- conto der Irrenanstalt am 31. December 1840 11,735 st. 45 kr. Derselbe hat sich im Jahr 1841 durch zu capitalisirende Legate und Geschenke um 128 fl. ver­mehrt, und stellt sich sonach am 31. Dezember 1841 auf 11,863 st. 45 kr. Der Capitalconto der Anstalt für Epileptische betrug am 31. Dezember 1840 2,429 fl. 18 kr., und hat im verflossenen Jahre keine Veränderung erlitten. Unsere Einnahme betrug einschließlich des vor­jährigen Reserveconto im Jahr 1841 bei der Irrenanstalt 13,865 fl. 41 kr., bei der Anstalt für Epileptische, ebenfalls einschließlich des vorjährigen Reserveconto 5,426 fl. 59 kr. Unsere Ausgabe dagegen bei der Irrenanstalt 12,438 fl. 39 kr., bei der Anstalt für Epileptische 4,025 fl. 35 kr. Der Reserveconto der Irrenanstalt hat sich sonach im Jahr 1841 auf 1427 fl. 2 kr.; jener der Anstalt für Epileptische auf 1401 fl. 24 kr. gestellt. So erfreulich nun aber auch dieses Resultat zu seyn scheint, so müssen wir doch der Wahrheit getreu bekennen, daß diese Reserveconti nur buch­mäßig , aber nicht wirklich vorhanden sind, worüber uns jedoch die Rechtfertigung sehr leicht wird. Nachdem es uns nemlich gelungen war, mir Ende des Jahrs 1840 das Passiv- capital zu tilgen, welches auf dem zum Garten der beiden Anstalten bestimmten Grundstück hastete, konnten wir uns im abgewichenen Jahr die Freude nicht versagen, Hand ans Werk zu legen, so daß wir uns heute in dem Besitz eines unfern Wünschen und Erwartungen ganz entsprechenden Gar­tens befinden. Indessen mußten hierzu nicht nur die durch die empfindlichsten Einschränkungen in allen Zwei­gen des Haushalts, besonders in den nöthigsten Mobiliar­anschaffungen, entstandene Rerserveconti der beiden Anstal­ten verwendet werden, sondern wir mußten aus unfern Mitteln noch einen kleinen unverzinslichen Vorschuß machen. Doch wir beruhigen uns bei dem Gedanken, daß der schöne Zweck erreicht ist und daß unsere Pfleglinge sich in dem Genuß eines lange entbehrten geräumigen Gartens befinden, um so mehr, als wir die gewisse Aussicht haben, aus den Miethzinsen des dem Garten gehörigen, obwohl ganz davon getrennten Wohnhauses und aus dem, was uns die erprobte liebevolle Theilnahme löbl. Bürger- und Einwohnerschaft ferner gewiß zuwenden wird, in der nahen Zukunft unfern beiden Anstalten ihre Reserveconti herzustellen und sie da­

durch zu befähigen, Verwendungen nachzuholen, welche nur durch das Gebot der höchsten Noth verschoben werden muß­ten, und uns dann späterhin für unfern kleinen Vorschuß zu decken. Das (dem Bericht angefügte) Verzeichniß der in unfern Anstalten gefertigten Arbeiten liefert den Beweis des Wohlwollens derer, welche uns mir Arbeiten versahen, so wie der Thätigkeit unserer Pfleglinge. Indem wir für alle bisherigen Beweise des Wohlwollens verbindlichst dan­ken, empfehlen wir unsere Anstalten der fernern gütigen Theilnahme löbl. Bürger- und Einwohnerschaft angelegent­lichst. Der Personalstand der Irren war am 1. Januar 1841 69. Ausgenommen wurden im Lauf des Jahrs 15; entlassen 8, worunter 1 geheilt, 5 gebessert, 2 in ihre Heimath, oder in andere Anstalten gebracht; gestor­ben 7. Der Stand verblieb also am 1. Januar 1842 69. Der Personalstand der Epileptischen war am 1. Januar 1841 19. Ausgenommen wurden im Lauf des Jahres 3; entlassen 4, worunter 2 geheilt, 2 gebessert; ge­storben 2. Der Stand war also am 1. Januar 1842 16.

Frankfurt, den 1. Februar 1842.

Das Pflegamt der Anstalt für Irre und Epileptische.

Israelitische Wohtthätigkeitsanstalten.

i.

Bericht über das Wirken der Feuerungs- Hülfskasse für auswärtige Israeliten in den Jahren 1838 1841.

Hervorgerufen durch die Noth einzelner, dem wohlthä- tigen Wirken edler Menschenfreunde entrückter Glaubens­genossen in den, hiesige Stadt zunächst umgebenden Dorf- schaften, hat sich mit Anbeginn des Jahres 1838 unter dem NamenFeuerungs-Hülfskasse für auswärtige Israeliten" ein Verein dahier gebildet, welcher, nach dem Vorbilde der seit vielen Jahren für hiesige Stadt wirk­samen Holzvertheilungsanstalt, die Unterstützung auswärti­ger Israeliten mit Feuerungsmitteln sich zur Aufgabe ge­macht hat. Schon die erste Aufforderung zum Beitritt hatte den günstigsten Erfolg. Dem stets regen Wohlthä- tigkeitssinn hiesiger israelitsicher Einwohner war diese Ge­legenheit, auch der Umgegend hülfreich zu seyn, willkommen. Die Bereitwilligkeit der Theilnehmer an diesem wohlthäti- gen Werke verdient die dankenswertheste Anerkennung. Da­durch ist es möglich geworden, nicht nur das billigste Feue­rungsmaterial, Steinkohlen, Grieß und Torf, in erforder­lichem Maaße den Hülfsbedürfrigen von mehr als 20 Ort­schaften*) zuzuwenden, sondern denselben auch die dazu

*) Bergen am Berg, Bischoffsheim, Bockenheim, Bürgel, Dörnig­heim, Fechenheim, Frankfurt, Götzcnhain, Griesheim, Heddern­heim, Heusenstamm, Hochstetten, Höchst am Main, Kaigen, Kel­sterbach, Münster, Niederursel, Offenbach, Rödelheim, Seulburg, Sprendlingen und Vilbel.