Klrinr Presse.

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| Nikolaus Rimsky-Korffakow f.

Russische Tonkunst, das ist ein Interests, das längst über die Begrenzung der Nationalität hinausgewachsm ist. Seit Tschai- kowskys Schaffen zu seiner Vollreife gelangte, suhlt sich alle Welt von dieserKunst lebhaft angezogcn. Und darum muß es auch bei uns beklagt werden, wenn heute der Draht meldet, daß der größte rustische Tonkünstler nach Tschaikowsky, daß Nikolaus Rimsky- Korstakow, am Montag in Petersburg plötzlich gestorben ist.

Er ist 64 Jahre alt geworden; seine Entwickelung war abge­schlossen, schwerlich war von ihm höheres zu erwarten, als er bisher geleistet. Aber dieses Schaffen ist eines ganzen Künstlerlebens wert und leuchtet der .neuen Generation" russischer Musiker mit einem schönen, würdigen Vorbilde voran. Es stand denjenigen Tschaikowskys an Wert sehr nahe, wies aber dabei, wie schon bei einem früheren Anlaste ausgesührt wurde, im Stil einen charakte­ristischen Unterschied aus. Beide Künstler empfingen ihre Inspira­tionen aus einem starken national-russischen Element und gleich­zeitig auch von den Meistern der westlichen Musik, von Berlioz. Liszt und Wagner, auch von Robert Schumanu. Aber diese Mischung ist bei den slavischen Künstlern verschieden, während bei-Tschaikowsky das rustisch-nationale Element

ssellenweyr- ganz in den Hintergrund tritt und sich dann wieder ruckweise, in fast explosiven Aeußerungen meldet, durchdringt es Rimsky-Korssakows Kompositionen gleichmäßiger. Bei Tschai­kowsky begegnen wir imposanteren, bei Rimsky-Korssakow hold­seligeren Eingebungen, aus denen auch ein sehr fein differenziertes Tonempfinden hervorgeht. Wie alle neueren russischen Musiker hat er eine Vorliebe für komplizierte Taktarten. In der Schlußuummcr seiner OperSnjäguroischka" (Schneeflöckchen"), an der man jüngst in Paris so großes Wohlgefallen hatte, findet man einen seitenlang durchgeführten 11/4 Takt. Und dabei wunderbar! ist in dieser Komplikation und in anderen nichts Affektiertes. Wie die großen Schriftsteller seiner Nation, schuf auch dieser Tonmeister mit höchst wohltuender Ungezwungenheit und Schlichtheit. Die Pointensucht ist seinen absolut-musikalischen Werken so fremd wie seinen Opern die Streberei nach wirksamen .Aktschlüssen". Er ist ernst und kindlich zugleich, wie Turgenjeff und Tolstoi oder wie Gogol, von dem er den Stoff zu seiner entzückenden Oper .Die Mainacht" genommen hat. Frankfurt hat dieses Werk vor neun Jahren von seiner Opernbühne herab in vortrefflicher Wieder­gabe gehört und nach einmaliger Wiederholung wieder entlasten.

Vielleicht nimmt man jetzt Anlaß, die köstliche Partitur, die in Deutschland einzig bei uns erklungen ist, wieder hervorzuholen und ;cfngufliibterm. Der Liebreiz des ersten, der unvergleichliche poetische Zauber des dritten Aktes mit den Tänzen und Gesängen der .Russalki" (Wassernixen) hat auf unserem Theater seitdem nicht seinesgleichen gefunden, und noch haben wir die beiden Vertreterinnen der weiblichen Hauptrollen bei der Hand. Der mittlere, zweite Akt mit seiner fast täppischen Schlichtheit der Handlung muß eben überwunden werden, einem musikalisch wahrhaft empfänglichen Menschen wird das gewiß nicht schwer fallen bei den echt graziösen Eingebungen, die der Komponist auch hierfür übrig hatte. Von Rimsky-Korssakows sinfonischen Dichtungen haben wir hier in Frankfurt (unter Gustav Kogel im Museum) die köstliche musikalisch reichhaltige und pikante .Schehe- rezade" sowie .Antar" und .Sadko" vernommen; das erste der drei Werke, das uns, wenn wir nicht irren, in der abgelaufenen ' Saison versprochen worden war, wird wohl nun nicht auf sich warten lassen, nachdem sich sein Schöpfer durch den Tod interessant gemacht hat....

Da? Leben des Dahingegangenen bietet der Oeffentlichkeit nicht viel Interests. Wie mehrere hervorragende Tonkünfller seiner Na­tion hat er ursprünglich die militärische Laufbahn eingeschlagen, er ist dann hauptsächlich durch Selbststudium zum Künstler gereift.

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Seit 1871 war er Prosestor am Petersburger Konservatorium, und in dieser Stellung hat er gezeigt, daß er nicht nur ein trefflicher Musiker und Musikpädagog, sondern auch ein mannhafter Charakter war. Man erinnert sich vielleicht noch, wie er vor drei Jahren die Partei der streikenden Schüler seines Instituts ergriff und in wie einfach-stolzer Haltung er danach die Maßregelung seitens der Ne­gierung auf sich zu nehmen wußte. Sein Wesen war schlicht-vor­nehm und ungemein gewinnend wie seine Kunst. Von seinen Werken führen wir außer den schon genannten die Oper .Das Mädchen von Pskow" an; auch Kammermusikwerke, Lieder, Klavier­stücke sowie ein .Lehrbuch der Harmonie" sind unter seiner Feder bervorgegangen. Das letztere erschien auch deutsch übersetzt. Wer Rimsky-Korssakow von seiner einnehmendsten Seite kennen lernen will, der suche ihn bei seiner Programmsinfonie .Scheherezade" oder bei seiner Oper .Mainacht" auf. Pf.

Das Försterdrama vom Müggelsee.

Vor dem Berliner Schwurgericht begann Montag die Ver­handlung gegen den ehemaligen Forstlehrling Willy Schwar­zenstein, der unter der schweren Anklage der Ermordung seines Vaters, des königlichen Försters Schwarzenstein, steht. Dieser wurde am Morgen des 23. Januar in der Nähe des Forst- Hauses tot ausgefunden. Zwei schwere Schrotschüsse hatten den 54 Jahre alten Mann niedergestreckt. Förster Schwarzen­stein war am Abend vorher nach der Postagentur in Rahns­dorf-Mühle gegangen, um dort seine Postsachen abzuholen. Auf dem Rückwege kehrte er im Paradiesgarten gegenüber der alten Rahnsdorfer Mühle ein und spielte hier bis etwa m Uhr Skat. Vor dem Lokal trennte er sich von seinen Bekannten, die bald darauf eineu Schutz fallen hörten, der Sache aber keine Bedeutung beilegten. Am andern Morgen fanden Waldarbeiter den Ermordeten. Ueber die Tat herrschte zunächst völliges Dunkel. Schwarzenstein hatte keine persön­lichen Feinde, auch Wilddiebe kamen nicht in Betracht. Da erregte es-das allergrößte Aufsehen, als einige Tage darauf der eigene Sohn des Getöteten unter dem Verdachte des Vater­mordes verhaftet wurde. Willy Schwarzenstein stand mit seinem Vater nicht gerade auf dem besten Fuße; er war ein lockerer Bursche und immer in Geldnot, während der alte Förster ein strenger Mann war. ^ Willy fälschte den Namen seines Vaters auf einem Wechsel über 50 Mark, den er einem Mühlenbesitzer in Rahnsdorf übergab. Der Wechsel war am 15. Januar fällig und Willy Schwarzenstein wußte, was ihm von seinem Vater drohte, wenn die Sache herauskam. Wegen der Wechselaffäre und anderer Betrugsversuche ist Willy Schwarzenstein bereits am 8. März d. I. zu vier Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Drei Polizei­hunde halfen bei der Entdeckung des Täters. Sie wurden auf die Spur hinter den Eichenbusch gesetzt, in dem vermutlich der Mörder gestanden hatte, und haben nacheinander eine be­

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stimmte Fährte ganz übereinstimmend verfolgt. An einer Stelle versagte der eine Hund, aber dieNixe" undBobby" nahmen die Spur aus in einem flachen Boden durch das Wiesengelände, dann durch ein Stück Wald bis an das Hoftor der Försterei. Auffallend war auch das Verhalten derNixe". Diese wich plötzlich von der aufgenommenen Spur ab und umkreiste den Angeklagten, der mit anderen Personen auf einem kleinen Hügel dem Versuche zusah, mehrere Male. Man kann aus dem Verhalten der Hunde schließen, daß, wenn der Täter wirklich im Eichenbusch gestanden hat, die Hunde die richtige Spur verfolgt haben werden.

Unter den zur Gerichtsverhandlung geladenen Zeugen und Sachverständigen befinden sich die Witwe des Ermordeten, ferner der Hilfsjäger Emil Schwarzenstein, die Schülerinnen Ella und Grete Schwarzenstein, Medizinalrat Dr. Pfleger, Gcrichtsarzt Dr. Mark, Gerichtschemiker Dr. Jeserich u. a. Der Angeklagt« erklärt weinend, daß er keinen Vatermord be­gangen habe, auch nicht aus Fahrlässigkeit habe er den alten Schwarzenstein getötet. Der Präsident hält ihm vor: Sie treten hier so auf, als ob Sie kein Wässerchen trüben könnten. Und dabei haben Sie Wochen hindurch Ihre Eltern und Ihre Mutter, die Sie so liebten, fortgesetzt betrogen. Das zeigt

doch, daß der Grundzug Ihres Wesens nicht Wahrhaftigkeit, sondern Unwahrhaftigkeit ist. Der Angeklagte bekundet, am Morgen nach dem Mord seien zwei Arbeiter gekommen, die mitteilteu, daß sie einen Mann in Försterkleidung am Forst, acker gefunden hätten. Er sei mit den Männern gegangen und habe seinen Vater in hockender Stellung entseelt aufge­funden. Ihm sei bei diesem Anblick das Blut zu Kopfe ge­stiegen, ihm sei in seinem Leben noch nie so zu Mute gewesen. Präs.: Sie sollen gar nicht sehr aufgeregt gewesen sein, sondern ziemlich ruhig gesagt haben:Nanu, was ist denn hier passiert? Das ist ja mein Vater!" Der Angeklagte be- streitet, daß sein Benehmen beim Auffinden der Leiche, bei den weiteren Anordnungen zum Transport der Leiche und seinen Mitteilungen über das Vorkommnis an seine Mutter ein ungewöhnliches und verdächtiges gewesen sei.

Nach der Vernehmung mehrerer Zeugen verkündete der Vorsitzende, daß eine Besichtigung des Tatortes Dienstag früh stattfinden soll. An derselben sollen sich der Gerichtshof, die Geschworenen, der Staatsanwalt- der Verteidiger und der An- geklagte beteiligen.

Was hat die Venns von Milo vor?

(Verschiedene Versuche zur Ergänzung der berühmten Statue.)

(Zu unserem Bilde auf Seite 1.)

Künstler und Kunstgelehrte haben sich schon viele Male gemüht, einer schönen, aber gleichzeitig auch sehr alten und sehr hilfsbedürf­tigen Dame Beistand zu leisten, die, seit man sie kennt (sie wurde bereits anno 1820 auf der Zykladeninsel Melos entdeckt und be­findet sich jetzt im Pariser Louvre-Museum), ohne Arme ist, und der man in den Zeiten der Frauenschutzbestrebungen eS doppelt gönnen würde, daß sie Ersatz für die verlorenen Gliedmaßen fände und ihre ehemalige Tätigkeit wieder aufnehmen könnte. Aber ach! mit allen diesen Bemühungen hatte es bislang einen großen Haken. Auf die Frage, was denn eigentlich ihre frühere Beschäftigung gewesen sei, hat die Unglückliche noch keine deutliche Antwort erteilen können, sie ist nämlich auch noch dazu stumm Frau Venus von Milo, und es ist schon die Frage, ob sie sich selbst darauf besinnen kann, was sie eigentlich in klassischen Zeiten mit ihren schönen Armen für eine Arbeit vorhatte. Daß es an Bestrebungen nicht gefehlt hatte, ihr zu helfen, zeigt unsere heutige Titelillustration, deren Mittelbild sie in ihrem jetzigen beklagenswerten Zustand vorstellt, während seit­wärts eine AnzahlRekonstruktionen" ersichtlich sind, die sich auf mehr oder minder scharfsinnige Mutmaßungen und Untersuchungen künstlerischer Sachverständiger gründen. In zwei Fällen hält ihre Linke, von einer Säule unterstützt, einen Apfel, den die göttliche Dame einmal in tiefem Sinnen betrachtet, während sie im andern Fall mit der Frucht eine auf der rechten Hand sitzende Taube zu locken scheint. Eine von einem österreichischen Künstler herrührende Lösung zeigt sie im Begriff, ihre Frisur etwas zu ordnen, zu welchem Zweck sie in einen mit der Rechten gehaltenen Handspiegel schaut; ein anderinal hält jede Hand einen Kranz bereit, sagen wir zur Preisverteilung bei irgend einer klassischen Schönheitskonkurrenz. An die Statue einer in Brescia befindlichen Siegesgöttin mahnt der weitere Gedanke, sie mit einem Schilde darzustellen, wie im Be­griff, mit einem Griffel darauf zu schreiben; der Sinn der französi­schen, rechts unten dargestellten Interpretation ift. schwer zu ergründen, auf alle Fälle ergibt wohl auch er nicht eine Lösung, die einmütig überzeugen kann, und auf die Frage:Madame, was hatten Sie eigentlich dazumal mit Ihren Armen vor?" wartet auch hier ein Narr auf Antwort.

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(Die Redaktion der »Kleinen Presse' beantwortet schriftliche Anfragen, wenn die letzte BezugSquittung beilirgr. Rechtsverbindliche Gewähr wird nicht zugestchert. Briefliche Antwort nur ausnahmsweise und gegen Freimarke.)

An alle ungeduldigen Fragesteller. Wir machen darauf auf­merksam, daß Fragen juristischer und technischer Natur sehr häufig ein­gehende Nachforschungen notwendig machen, die längere Zeit in Anspruch nehmen. Es wird keine Frage unbeantwortet gelassen. Aber im Interesse einer sorgfältigen Erledigung, die häufig nur von Fachleuten erfolgen kann, bitten wir um Geduld, falls sich eine Antwort verzögern tollte.

Stammtisch, Bad Homburg v. d. H. Das russisch-französische Bündnis bestand bereits vor dem russisch-japanischen Krieg. Jedoch be­zieht sich seine Gültigkeit nur auf Europa. Die Fälle, in denen Ruß­land oder Frankreich sich gegenseitig im Krieg beizustehen haben, sind nicht öffentlich bekannt gegeben, jedoch steht so viel fest, daß der Kriegsfall für den einen oder anderen Staat nur dann eintrit, wenn er angegriffen wird. Ä Ä _ , ,

Alter Abonnent. Nieder-Jngelhe,m. Der Krregsschatzim I u l i u s t u r m beträgt 120 Millionen.

Memento, Darmstavt. Wir verstehen, daß Ihnen an einer schnellen Antwort gelegen ist. Sie sollten aber auch bedenken. ,daß die Antwort auf eine so schwierige Frage nicht von der Redaktion auf eigene Faust gegeben werden kann. Wir haben sie unserem Rechtsan­walt übergeben, der wohl den Fall genau prüft. Im übrigen sollten Sie bedenken, daß jeden Tag Dutzende von Bricfkastenanfragen bei der Redaktion einlaufen.

W. S. 1879. Verschaffen Sie sich bei einem Bäcker oder Vogel- Händler den schwarzen Meblwurmkäfer lTenebrin molilor) oder lassen Sie den Käser sich aus den Larven (Mehlwurm) selbst entwickeln. Sie bringen die Würmer am besten in einem großen Stcinguttopse oder in einer mit Zinkblech ausgeschlagenen Holzkiste unter. In den Behälter kommen nur Weizenkteie. altes, hartes Brot. Mehl sowie auch einzelne Wolllappen. Der Behälter ist alsdann an einen möglichst warmen Ort zu stellen; Feuchtigkeit ist unter allen Umständen einer Mehlwurm- zucht schädlich und daher gänzlich zu vermeiden. Selbstverständlich müssen Weizenkleie und Brot von Zeit zu Zeit erneuert werden.

Unbekannte Ratlose. Der Schwefel in den Nahrungsmitteln bildet einen wesentlichen Gehaltsteil des Eiweißes. Die eiweißreichsten Nahrungsmittel enthalten also auch den meisten Schwefel. Dahin ge­hören : Fleisch, Eier. Käie, Milch, Erbsen. Bohnen. Linsen u!w. Kieselsäurereich sind die Cerealien, die verlchiedenen Getreide­arten. insbesondere die Gerste, allerdings hauvtsächlich in den Spelz- teilen, die bei dem gewöhnlichen, seinen Mehl tunlichst,abgebeutelt * werden. Ueber die Umwandlung derartiger Nabrungsstoffe im Hinblick

auf die Haarbildung gibt es z. Zt. keine 'wissenschaftlichen Grundlagen. Eventuell würden wir empfehlen einen Arzt zu fragen.

<£. F. Meisenheim. Die Zentrale von Kaisers Kaffecgeschäst G. m. b. H. befindet sich in Viersen. Rheinland.

Chr. M. in Groftosthcim. Die Firma I. P. Schneider, Frankfurt. Roßmarkt 23. gibt uns folgende Auskunft: Nach den An­gaben Ihre? Abonnenten scheint es sich um das vor Jahrzehnten im Buchhandel erschienene Werk zu handeln: »dich i stori sch en Fresko« a e m ä l d e in den Arkaden des k. Hosgartens in München". Das waren indes Lithographien. Ihr Abonnent hält sie wohl irrtüinlich für Kupferstiche. Das Werk ist zwar heute wohl ganz vergriffen, dürste aber kaum mehr Wert haben als andere derartige antiquaryche Reproduk« tionswcrkc die in einer gewissen Ausiagehöhe erschienen und beute nirgends mehr begehrt werden. Von Wert im Sinne von .Kunstwert" kann keine Rede sein.

91. 9t., WächlerSbach. Es genügt, wenn Sie schreiben:,An das Kaiserliche Patentamt in Be.rlin". wollen SieeinUebriges tun. so können Sie »Berlin SW, 61 iditetben, auch können Sie hm- zusetzcn: ..Gltichüicr Straße 97163. Von dem Patentamt können Sie auch die amtlichen Kosten erfahren, die mit der Patentierung ver­bunden sind. Die hierüber bestehenden Bedingungen werden Ihnen auf Wunsch zuaesandt. Wollen Sie die übrigen Kosten wissen (Ausarbei­tung und Einreichung vorschriftsmäßiger Unterlagen), so wenden Sie sich am besten an einen Frankiurter Patentanwalt.

Abonnent N. Mannheim. Jbr Pferdetos hat nichts gewonnen.

F. Br.. Ludwigshafen. Die Genueser Lose sind noch nicht gezogen. Die Ziehung der Pariser Obligationen können Sie erfahren.

G. H.» 100«. Jbr Meininger Los ist noch nicht gezogen.

Abonnent I., 1587. Ist mit 16 Francs {Jt 12.80) zahlbar ab

15. Juli 1908 gezogen.

St, 53.» Ludwigshafen. Das Braunschweiger Los ist noch nicht ' gezogen. Ihren Munich betr. die Ziehungen der Braunschweiger Lotterie werden wir in Erwägung ziehen.

Junger Abonnent bei Bingen. Ihr Mailänder LoS ist mit zehn Francs zahlbar leit 15. Dezember 1895 gezogen.

M. S.» Brandoberndorf. Der Ihnen gegebene Bescheid ist zu­treffend. Der Kommunalfriedhof steht für die Beerdigung von Angehörigen aller Konsessionen offen.

M. G. Die Erben können sich, wenn sie für Schulden d e S Erblai fers in Anspruch genommen werden, auf die allgemeinen Berjährungsvorschriften berufen.

Fruchthändler M. M. in H. bei Pf. Der von Ihnen gewünschte Versandt wird dauernd beibehalten.

Eingesandt.

(Mitteilungen aus dem Publikum.)

Turnfest und Antialkoholbewegung.

Leider ist es den Vereinen der Antialkoholbewegung trotz vieler Bemühungen und trotz wiederholter Eingaben an den Wirtschaftsausschuß für das Turnfest nicht gelungen, eine Sonderverkaufsstelle für alkoholfreie Ge- tränke auf dem Festplah zu erhalten. Als Gründe der Ablehnung werden angegeben, daß einerseits Mangel an Raum herrsche, ander-erseits kein Bedürfnis für nur alkohol« freie Getränke vorliege. Man komme denjenigen Turnern, die Anhänger der Antialkoholbewegung feien, dadurch ent«? gegen, daß man M i n r a l w a s s e.r und gute Frucht­säfte zu den Preis en bott 20, 2 5 und 30 Pfg. für die Flasche in den Wirtschaften anbieten werde. Diese Preis« seien gewiß billig.

Es ist sehr bedauerlich, daß der Wirtschafts, und Gr«, schästsausschuß sich so ablehnend gegenüber unseren Bestrebun­gen verhält. Daß 20, 25 und 30 Pfg. nicht billig ist inx Ver­hältnis zum Vier, weiß jeder. Folglich wird Bier getrunken und nicht Limonade, die nicht einmal sehr wohlschmeckend ist. Ebenso bekannt ist wiederum, daß «s vorzügliche Fruchtsäfte aus Zitrone, Apfelsine, Himbeeren gibt, die man zur Hälfte der oben genannten Preise anbieten kann, wenn die maß­gebenden Herren nur den Ausschank solcher Getränke ge, statten wollten. >

Jedenfalls ist die wiederholte Ablehnung sehr lehrreich füv uns. Denn es ist klar, man will der Antialkoholbewegung nicht entgegenkommen.

Frankfurter Frauengruppe gegen den Mißbrauch geistiger Getränke, i

(Wir glauben, die Frauengruppe geht zu weit, wenn sie den guten Willen der Festleitung bezweifelt. Die Bierpreise sind unseres Wissens nicht niedriger, im Gegenteil. Die Anti-^ alkoholiker unter den Turnern brauchen also nur standhaft git sein, um zu ihrem Recht zu kommen. D. Red.)

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