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Ienalsche Zelsungen re.

Staats, als das Wohl der Lander, bey Gelegenheit der Zurückkunft Sr. Hochwürd. Excellenz Herrn Heinrich Moritz Freyherrn von Berlepsch, des hohen deutschen Ritterordens Ritter, LandcommenthurS . und Stadthalters derBalley Thüringen u. s. w. von Moritz Friederich Daume, 2§ Bogen in Quart mit der Vorrede. Der Herr Verfasser, welcher Valleys amtmann zu Zwetzen bey Jena ist, preist das Land glücklich, dessen Oberhaupt ein Verehrer der Tugend und der Religion ist, und muntert die Unterthanen zur Ehrfurcht gegen so würdige Regenten und zur Mitarbeitung an ihren das Beste des Landes betref­fenden Absichten auf. Vortreflich ist der Satz, den er im zten §. behauptet, daß es das Hauptaugens merk wahrhaftig großer Regenten ftyn müsse, die tu­gendhafte Ausbildung der Herzen ihrer Unterthanen zu bewirken, und wir geben ihm mit Vergnügen Bey- fall, daß die Ausbreitung der Künste und Wissen­schaften in einem Staate hauptsächlich dahin abzies len müsse, daß die Empfindungen, die der Schöpfer von dem, was uns glücklich und unglücklich macht, in uns geleget, von Jugend auf gereinigt und, auf­geklärt werden.

Gelehrte Berichte.

Zu Wien ist ans Licht getreten Carl Amon von

Lskartini äelege narurall Exercitationes fex 214. S.

in 4. Man findet in diesem Buche nicht die scholasti­schen Grillen und dunkle Barbarey, die in so vielen Lehrbüchern der Kathol. Lehrer herrscht, sondern eS leuchtet überal eine große Liebe zur Wahrheit und eine Bekanntschaft mit den besten Schriftstellern hervor.

Jhro Herzog!. Durchlaucht von Würtemberg ha­ben den Hn Professor Gmelin aus Petersburg, dessen Ausgabe des T. III. der Florae Sibiricae unfc'Hiftor, kucor.wir letzthin anzeigten, nach Tübingen als Professor berufen.

Zenatsche Zeitungen

von

Gelehrten Sachen

LII. Stück.

Freytags den 2y. Jim. 1770.

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Bern.

ortin hat noch im vorigen Jahre auf 8 Bogen in gr. Octav gedruckt: Verzeichniß aller ge­schriebenen Werke, welche die Schweizerische Ge­schichte angehen, und auf der öffentlichen Bibliothek in Bern sich befinden. Der Verf. hat allerdings Ur­sache, die Ausgabe dieses.Eatalogen, der ihm in An­sehung seiner flüchtigen Einrichtung und schlech­ten Classification wenig Ehre macht, mit einem hohen Befehl zu entschuldigen: Daß er keine Anmerkun­gen hinzugefügt, daran soll der Verfasser des kriti­schen Verzeichnisses aller schweizerischen Schriftsteller. Schuld seyn, weil dieser solches schon viel besser verrich­tet habe, als er, (derHr Registermacher) es zu thun im Stand gewesen wäre. Inzwischen ersieht man we­nigstens daraus, wie besorgt und glücklich die berni- sche Republik bisher gewesen sey, dieGeschichtschreir. der Helvetiens in ihrem BücherSchatz zusammen zu bringen; nur Schade, daß sie die Nachricht davon, keinen kritischen Händen überlassen hat.

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