is7» Stück den zi. Dee. 1770. igZZ
zu finden, ein bishero noch ungedrucktes Schreiben des Mart. Bucers an den Churf. von Sachsen, welches D. Luthern im Jan. 1531. mitgethellet worden, und auf die Vereinigung der damals streitenden Theile abzielet. Vorzüglich verdienet die S. 507. n. f. gelieferte Untersuchung der Frage, worinnen der Unterschied der Wirkungen zwischen dem sakramen- tirüchen und geistlichen Genuß des Leibes und Blutes Christi bestehe, die Aufmerksamkeit derGot- leögelehrten. Vielleicht giebt sie zu noch mehreren Bestimmungen Gelegenheit. Eben so wird S>. 5 gr. die Antwort merkwürdig seyn, welche Herr Clemm dem Herrn Lavater auf seine bekannte Fragen von der Fortdauer der Wuudergaben gegeben. Es ist wenigstens die erste, die uns zu Gesicht kommen. Sie wird zwar schwehrlich einen allgemeinen Beifall erhalten, enthält aber doch vrel wichtiges, das billig übereilte Verurtheilungen hindern sollte, besonders wenn die Rede von Factis ist. Die Erzehlung S. Z55. von einer sehr wunderbaren Heilung einer kranken Frau ist gewis sonderbar. Schade, daß in solchen Fällen die historische Wahrheit, nicht scharf genug untersuchet wird, und zwar^ gerichtlich, daß unpartheiische Richter mit mehr Sicherheit urthei- len mögen.
Frankfurt.
Ganz neulich haben wir mit Brönnerisihen Schriften abgedruckt erhalten: I. Christian Senkenbergs, Stadtphysici (unsers ehemaligen Mitbürgers, der bey der Einweihung unserer hohen Schul hier die Doctorwürde erhalten hat), Stiftnngs- hrief zum besten der Arzeneykunst und Armenpflege.
0