Schlosse Hubertsburg tractiret worden so iss es unter göttlichem Segen endlich dahin gedieh den- daß unfers allergnädigsten Königs Ma)e- stäl selbigen sowo! mit derKaylerm Königin von Ungarn und Böhmen- Majestät, als auch des Königs von Pohlen und Ehurfürften von Sach­sen Maj. glücklich geschloffen. Zu dieser Unter­handlung sind von Seiten-Sr. König!. Maje­stät Dero geheimder LeMionörath Hr. v. Herz- be'g, von Seiten der Kayserin Königin Maje­stät der würkliche Hofrakh und Schazmeister des Thcresien-Ordens, Hr. v. Collenbach, von Sei­ten Sr. Königl. Majestät vonPohlen aberDero geheimder Rath, Freyh. v. Fritsch bevollmäch­tigt gewesen,welche die Friedensschlüsse zuStan- de gebracht, und den iztcn dieses Monats auf dem Schlosse Hubertödurg unterzeichnet. Die Ratificationen werden in der gewöhnlichen Zeit ausgpwechselt werden. Am vermichenenSonna» bend des Nachmittages zwischen 3 und 4, Uhr langten Jhro Königs. Hoheiten, die verwitwete Prinzeßin von Pmrssen, nebst der Prinzeßin Wilhelmine, mit Dero ganzen Hofstaat', bey höchstem Wohlseyn. aus Magdeburg alhrer an.. Jngleichen trafen-auch den 20. dieses Monats Se. König!. Hoheit der junge Prinz Heinrich aus Sachsen aühier ein.. Eben desselben Tages langte der Königl. Eammerherr, Hr. Marquis d'Argens, wie auch am igten dieses der Rußisch- -Kayserl. Ambassadeur Fürst von Dolgorucky, aus Leipzig wieder allhier an. Am 20. wurde auch die Königl.Preußis. General Feld-Krieges- Casse unter einer Bedeckung aus Torgau allhier eingebracht. Vorgestern des Abends war bey Jhro Majestät der Königin grosse Cour. Am SonrageNachmittagSgeruhe:enIhroMajestät, Das sämtliche Ministerium von beyden Reli­gionen vorzulassen , und die nn Namen dessel­ben. von dem Herrn Hofprediger Sack ab­gelegten allnunterthanigsten Glückwünsche mit Dero gewöhnlichen Gnade aN'Unehmen. Ge­stern Abend war bey Höchstdeneuftlben die erste grosse Cour, wobei die sämtlichen in-und aus­ländischen Ministers nebst dem hohen Adel bey- decley Geschlechts in prächtigster Galla erschie­nen. Wie man aus Sachsen vernimmt, so stad seitdem nunmehro hergesteöten Frieden, samtl. Königl. Preußische Regimenter in voller Bewe- Wng, um nach ihren allmMandquartierenzu­rück m kehren.

Cleve,, vom 2^. FeW.

Am 19. dieses Abends zwischen PUNKimMr kam dahier eine Cstaffette milder Nachrichtöes zwischen dem König unsern Herrn, undde^ew Höfen, zu Wien und. Dresden, am iZ. zu Hu.-- bmsdurg^ glücklich geschlossenen Friedens an.. Zugleich erhielt die Kriegs- und Doma inen- Cammer Befehl, alles zum Empfang der Preus-- stschen Truppen, welche wirklich im Marsch be­griffen, hiesige Lande wiedsc rn Besitz zu nehmen,, zu veranftalteu. Gestern kam auch eine Estaf- fette von der Kayserl. Landes-Adminiftratism zu Wese! hier an, welche unserer Regierung zu. dieser erfreulichen Begebenheit Glück wünscht.. Man erwartet ohnverzüglich einigeOberbefchbs- haber gedachter Administration, um die kW' Hand an dieses Geschäft zu legen und alles end­lich abzulhuu. Inzwischen har die Französische Generalität zu Wesel, den öffentlichen Verkauf der verschiedenen Kriegögecäthlchasten undK'b- nigl. Effecten, so noch dotten befindlich, be­kannt gemacht. Heute sind hier und zu Em­merich an dem Posthäusern die König!. Preus- fische Wappen unter dem Getöse musicalischer Instrumenten und blasen verschiedener Postil­lions wieder aufgehängt worden.

Regenspurg, vom 25. Febr.

. Den i8. ist eine an des Kayserl. Herrn Prin- cipal-Commiffarii Hochsülstr. Gnaden von dein' K. K- Minister von Collenbach ausHubertsburg'. abgefendelen Courier mit der erfreulichen Nach­richt eingetroffen, daß endlich den 15. dieses die Friedens-Präliminarien zwischen derKaysi. Königin, desKönigs vvnPreussen u des Königs v Pohlen Majestäten geschloffen worden. Vom denen Arkeckeln ist zur Zeit, so viel das Reich) betrift, zu vernehmen geweien; daß 1 ) die Ge­fangene von beyden Seiten ohne Lösegelt auf ^ freyen Fuß gesetzt. 2.) DleGeissekn gegeneinan­der losgelaffen, 3.) die ausgeschriebene Contri- dutionkn nachgegeden, und 4.^ die hierauf aus­gestellte Wechsestvernichret werden sotten. Ausi ferdem ist zu vernehmen, daß wegen der Römi­schen Königswahl ebenfalls Vorsehung getllan,- und zugleich beliebt worden, daß nach der ehestve.- Tagen erfolgenden Ratification die Armeem auseinander gehen sotten Die Wiener Privat- Br iefe versichern ein glei.'es. Der Königlich-' Preußische Gesandte Ffeyh. v. Plotho hat auch; am lÄten drefts ssjrifN.Cynttkr. vwides KtnigS