Frankfurt, vom r§. Merz.

Noch am Montag, Abends um 5 Uhr, ha­ben die, zu der fürtrefflichen Churcöllnischen Gesandlschafft verordnen, und bereits gemel­dete Hrn. Depmirte E. Hochedlen Raths, bey Des Hn. Gr. v. Hohenwllern, Sigmaringen und Böhringen, Domp obst und Obristland- hofmeifters, des Erzstlffks Cöll:-i, geheimen und Erttaconferenrial-Regicrungsralhs' und Kriegsrathsprästdenten, als ersten, u. desFrhn. v. Gymnich, zu Gymnich, Ettraconferential- Regierungsraths- und Hosraths-Präsidenten, «ls 2ten Churcöllnischen Wahlbothfchaffters Erc. Erc., succeßive im gewöhnlichen Staat, Das feyerl. Aufwatt' und Beglückwünschungs- Cvmpliment abgelegt. Am Dienstag, als dem höchsterfreulichen Geburtefest Sr. Kön. Hoh. Des Durchl. Erzherzogen Iofephi, haben die Hrn. Deputirte E. Hochedl. Raths, nehmlich deede der Zeit regierende Hrn. Bürgermeisters und Hr. Syndicus Grimmeisen, dieserwegen Ley des ersten Königl Böhmischen Hn. Wahl- dotschaffters, Fürsten v. Esterhasi Hochfürstl. Gn , Rahmens C. Hochedl. Raths, den de­votesten Glückwunsch abgestattet. Hochge- dachte Se. Hochfürstliche Gnaden, haben er- rneldten Tages, denen sämmtlichen Herren Wahlbothschsfftern, ein prächtiges Festin ge- geben.

Heute Morgen, zwischen 9 und io Uhren, sind die allerseits fürtreffliche Herren Wahl- lbothschafftere, zum ötenmahl zur Sonferenz ausgefahren, welche bis nach zwey Uhr ge­dauert.

Ausser verschiedenen andern vornehmen Per- sonen, find in denen letzter» Tagen auck des Fürsten von Schwakenberg Durchl. und Se. Erc. der K. K Feldmarschall, Gr. v. Linden Aspremont, Capitaine der neu - errichteten Deutschen adel. Leibgarde, wovon auch schon ein groser Theil hier ist, dahier eingetroffen .

AVERT ISS EMENTS"

achdem des Hn. Herzogs zu Pfalzzweybrük- keu Hochfürstl. Durchl. gnädigst refolviret

sind, die zu Höchstdero Antheil, in der Hinteren Grafschafft Sponheim in anno ptLten'to gefalle­ne und m,020 Malter bestehende Früchte, als: Korn, Spelz und Haber, den 9ttn bevvrstehen, den Monats Apr. in loco Trarbach Nachmitlags i Uhr, an den Meistbiethenden öffentlich verstei- gen zu lassen ; Als wird diese höchste Entschlie- sung sämmtlichen FruchlUebhabern bekannt g«, macht.

Trarbach, den gten Merz » 764.

in auserlesen Aflertiment, von reichen Kleidern und Vellen, Me auch sammerne a foud doe. Gslous doe «Sc dArgent, und verschiedene Bijouterien, befinden sich in Com- Million bey hiesigen Handelsleuten, sodann l^oe dOrviiie und Sohn in der Buchgasse L. 1. no. 197. wohnhaffr.

Zur Nachricht:

Bey dem Lauten- und Geigenmacbcr, Georg Philipp Alkhenn, wohnhaft auf dem kleinen Hirsdigtaben, in Frar.kfatkh Ut. F. N g . 49. folgendes in billigen Preist zu verkaufen. Erstlich eine alte veritable Jacob Stainer Violin, von der kleinsten und besten Sorte. Drcyalte veritsble Lremoner Violinon von Amaty,.ver, fchiedene neue Violinen, von gut und ordiaai- ren Meistern, ein extra guter Violoncello» eia ordittairer detti, ein teulfcher Baf, ju einem haU ben Violon zu brauchen, ein neuer Contra-Vio- lsu» etliche neue Viola, eine Laute mit einem Fu- terahl, eine lVlandor Ekitar. eine alte Harf, ein neuer Flügel, ober Llavicembslo, welches einge­richtet ist, daß junge Leute comod drauf spielen können, es gehet bis in das zgestrichne/. ferner ein alter und ein neuer Ballon oder Fagott neue Efs ja Fagott, neu und alte Flaute-Travers, Fls- goletrgens, Quer-^)fe||fm,Clai.'inetten, von ver­schiedenen Thönen, UNd 1 extra-gute Flaut- abec, Wie auch etliche 100 Sinfonien, von guten Mei­stern, a 6s kr. die Sinfoni und etliche ioo Sinfoni­en, meistens von italienischen Meistern, a 26 kr. die Sinfonie, alle sauber und ohne Fehler ge­schrieben.

Dieses Journal ist wöchentlich viermahl, bey den Serlinischen Erben, und auf allen Postämtern, Montags, Dienstags, Freitags un.d Samstags zu haben; wird aber bep Herrn Serlin ausgegebm.