%

f* Geistliche Lieder.

grosses Maas mir zugemessen, seiner Güte, daß es

soll, Leib und Seel ergehen wohl.

7. Leiden solle niemals rar, oder selzam mich -edüncken, dann der Frommen Lebens-Jahr, sind zur Rechten und zur Lincken, osst umschranckt mit vielem Leid, biß erscheint die Himmels-Freud.

8 . Rämpffen will ich um Gedult, daß ich seye gantz gelassen, dann ich weiß, des HErren Huld wird in allem Leiden Massen, daß mir keines werd zu schwer, wann es schon offt drücket sehr.

9. Wachen will ich über mich, daß mich ja nicht schlaffend finde Satan, welcher ftetiglich, suchet durch die Welt und Sünde, mich zu stm- tzen in Gefahr, ja auch zu der Höllen gar.

10. Ruhe und Zufriedenheit, will ich suchen im Gemüthe, kommt dann schon Versuchungs- Zeit , wird mich doch in seiner Hütte, decken zu des HErr mein GOtt, und vertreiben alle Noch.

1 1. Rüsten will ich auch zugleich mich im Le­ben zu dem Sterben, daß ich einst das Himmel­reich , durch den Glauben könn ererben, und mein Ende werde gut, durch das theurste JEsus Blut.

12. Weil ich aber diese Stück nicht von selbsten kan vollbringen. Ol so thu ich tausend Blick, un­ter Seuffzen, Flehen, Ringen, hin aufIESÜ vand undRraffr, die allein Gutö in mir schafft»

I. C. B.

. e!3», jgg®, (?,

Dnnhalt

dieses zweyten Stücks.

r. Neueste ^Nachricht zur Historie der Böhmi­schen Bruder und von Herrenhuch. - p, 3. a. Einige erbauliche Nachrichten von denen neu­bekehrten Heyden in Ost-Indien. - p.40.

3 . Gottseeliges Leben und vortreffliches Endo

Christinä Otiliä Mayerin, einer lOjährigen Tochter, welche A. i^-zuKalten-Westheim verstorben. - - p . 47.

4. Eines Handwercksmanns Beschreibung sei­ner Führungen indem Merck der Bekehrung.

0 * * - p. 56.

5. Einige erbauliche Schreiben«

1. Schreiben eines Frauenzimmers an einen

Geistlichen. - - p.70.

2. Schreiben zweyer gemeiner Meibs-Per­

sonen auf einem Dorffan eine andere in einer Stadt. - , p.76,

. 6. Einige neue geistliche Lieder.

1. Lied über das Evangelium am Oster-Mon-

tag Marc. 16. v. r. - 8. - p.79.

2. Vom guten Vorsatz. - p. 81. 7 Einige vermischte E^empel von bedencklichen

Träumen. - , , p.83*

Vii.

8. Eilch

94 Nachrichten von teutscheü Büchem.

Der iode ist ein Brief des H. Märtyrers Ju- stini an Diognetum", einen ansehnlichen Mann/ der die Wahrheit der Christlichen Religion zu er­kennen anfieng , worinn eine recht Evangelische Abbildung des wahren Christenthums zu befin­den ist.

Den Schluß machen 2. Briefe des H^ Cypria- ni, welche er aus seinem Exilio theils an einige rechtschaffene Bekenner Christi und seiner Wahr­heit, theils an andere ergehen lassen, welche auf­richtige Christen - Hertzen recht muthig und willig machen können, hinaus zu gehen ausser das La­ger und die Schmach ihres Heilandes zu tragen.

* Die Gelegenheit zu diesen Send - Schreiben war dringend: Die Absicht ist hertzlich : Der Vortrag deutlich, beweglich, weißlich, und mit gutem Unterscheid eingerichtet; so daß zu wün­schen, daß alle, welche mündlich oder schrifftlich

an andern arbeiten wollen, einegleiche Gabe hätten oder gebrauchten.

Jimhalt

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VII.

Einige vermischte Exempel von be-

vencklichm Träumen.

1.

H>Err Johann Sebastian von Gaißberg hatte et- <r liehe Wochen zuvor, ehe er sich auf sein Tod- ten-Bett legte, einen Traum, als ob ihme jemand > mit Heller Stimme zuruffte: Entziehe dich allem Zeitlichen; dann du wirst bald sterben. Diesem ist er nachgekommen, und hat ein merckwürdiges Ende genommen, welches in Erdmanns er­baulichen Todes - Stunden p. 44. feqq. zu lesen ist.

2.

Ein gewisser General in Schwaben läge Nach­mittags auf seinem Bett und schlieffe; Ihme träumte: es komme jemand zu ihm, der ihm sage: er solle sich gefaßt machen, so bald eine neue Orclrc komme, marcbiren zu können. Er entschul­digte sich: er nehme keine Orclre, als von seinem commsnciirenden General, an; der andere aber bliebe dabey: er sage es ihm ein für allemal, die­ses seye die erste Ordre , und wann die andere komme, müsse er fort. Er erwachet darüber, und da er sich auftichren will, findet er, daß ihn der Schlag gerühret, und eine Seite gelahmek hat. Er erzehlte hernach diesen Traum einem Geistlichen und fragte ihn, was er davon hielte: Dieser aber glaubete, die Bedeutung seye leicht zu finden, und habe er die erste Ordre vMts an

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