84 Einige vermischte Exempel

seinem Leib, dahero er sich nur auf die zweyte wohl gefaßt machen solle.

3 .

Herr Christoph von Lüzelburg hatte einen Tag vor seinem erbaulichen Ende diesen Traum: Es käme ihm vor, als wann auf der einen Seite sein Leib lauter Materie, aus der anderen aber dersel­be von grosser Angst gleichsam gepreßt wäre, und durch dieses müsse seine Seele hindurch. Als er nun bekümmert gewesen, wie er werde hindurch kommen? habe ihne gedeucht, es singe ihmeje- manv zu: Es kan dir nicht fehlen; es wird dir nicht fehlen! wordurch er aufseinen letzten Kampf gantz getröstet worden.

4 »

Frau Magdalena Augusta von Eichelberg wäre auf ihrem Todten-Bett nicht zu trösten, weil sie glaubte, die Sünde in den H. Geist begangen zu haben: einesmals aber erwachte sie des Morgens gantz munter und bezeugte, durch einen gehabten Traum solcher Gestalten ermuntert worden zu seyn, indeme ihr fürgekommen, wie der HEre JEsus ihr in einem schönen grünen Thal begeg­net , deme sie so bald zu Füssen gefallen und ihn angebettet, der ihro gesagt: Sie hatte die Sünde in den H. Geist nicht begangen und alle ihre übri­ge Sünden seyen ihr auch vergeben, worüber sie sich hertzlich erfreuet, auch hernach getrost gestor­ben ist.

f.

Eine Christliche Person bezeuget, daß sie ein­stens im Traum einen schweren Kampf mit dem

Satan

geistlichen Büchern. 9;

Ui dem Bild der 4. Jahrs - Zeiten entworffm wird.

Das 4te Schreiben gibt ferneren Unterricht, wie man sich bey dem Klagen im Christenthum verhalten solle. Das ste redet von der allen Kindern GOtkes so nöthigen geistlichen Wach­samkeit; Das 6 te von der Hoffart insgemein, was dieselbe seye und worinn sie sich äussere? Das ?de von der Kleider - Hoffart insonderheit und von äufferlichen Ehren-Bezeugungen gegen Vornehmere.

Der 8 te Briefs ist eine vätterliche Aufmunte­rung zu der hochnothigen Warnchmung und Be­wahrung der ersten Liebe, (Offenb. 2. v. 4.5.) die bey rechtschaffener Aufweckung zur Buffe in der Seele angezündet wird.

Darauf folgt 9. der erste Brief des Heil. Cle- mentis an die Corinthier. Der Herr Steinmetz hat ihn hier andrucken lassen , weil er wol fast das allerälteste Überbleibsel ist, was wir nach der Zeit der Apostel von unverwerfflichen Schrifften der Krrchen- Vätter übrig behalten haben; ss dann weil er nebst vielen andern vortrefflichen Vermahnungen so gar gewaltig auf die wahre Einigkeit der Gläubigen dringet und wider die heut zu Tage auch unter guten Gemüthern sich da und dort hervorthuende Spaltungen und Zer­rüttungen so mächtig eifert.

Der

M (o)

r. Einige erbauliche und bedenckliche Exempel von geistlichen Liedern. - - p. 86 .

9 . Nachrichten von erbaulichen teutschen geistli­chen Büchern.

1. Die Heil. Schrifft mit D. Zelmers An-

merckungen. - - p . 8 ^

2. Jo. Adam Geeinmeczens Send-Schrei-

ben von unterschiedenen wichtigen Ma­terien die zur Übung eines wahren Chri­stenthums gehören. - - P

mm

Geistliche Lieder.

10. Doch diese Sorge lobe ich, wie du wögst deinen IEsum finden; Nur hindere nicht sechsten dich, und walze nicht durch deine Sünden von neuem für des Grabes Thür so viele schwere Steine für.

2 .

Vom guten Vorsatz.

t^N dem Stand, worinn ich leb, weiß ich bes- sers nichts zu machen, als daß ich mich GOct ergeh / der bißhero meine Sachen zwar geführet wunderlich, doch in allem seeliglich.

' 2. Glauben will ich meinem GOTT, der ist Christo mir gewogen, und mich aus der Sünden- Noth durch den Geist zu sich gezogen, dessen Güte, Lied und Treu, mir auch alle Morgen neu.

3. Lieben solle mein Geschafft, stets in mei­nem Hertzen bleiben, Liebe hat mich fest gehefft an GOtt, auch soll mich nichts treiben, von der Liebe, darzu ich jedermann verpflichtet mich.

4. soffen wird mir bleiben fest, wann ich an den Ausgang dencke, GOTT versorgt aufs aller­best, drum ich meinen Ancker sencke, tieff in GOt- tes treues Hertz, dann so weichet aller Schmertz.

5. Berten will ich allezeit, voll von Glauben und Vertrauen, meine Angelegenheit wird des HErm Aug anschauen, im Verborgnen, und mit Macht, helffen, daß das Hertze lacht.

6 . Dancken werd ich nimmermehr gegen mei­nen GOtt vergessen; dann er hat ein allzusehr

2teSStück. F grosses