ZO Aebammen Buchs

einander treiben/vnd in wehrender Zeit nichts anderstrincken / als guten alten vnd claren Wcin/biß daß der Kranckgencsen ist. Wie- wol eben dieses gemeiniglich auch allen den jenigen verbotten wird/ weiche mit diesem gebrechen bchaffttt sind.

Damit aber hieran nichrjemand zweiffele / so sage ich } daß ich diese krancke Persongesehen hab/in werender so beschwerlicher Kranckhett / auch nach dem er genesen ist / kenne auch den Maler wol der jhm solch Recept gegeben /Der von ankunfft ein Niderlan- der /vnnd sich mit feinem nahmen Rabel nennet/ wohnend arrjetzo auffSanct Michels Brücke. Es ist sich aber meines erachkens nicht wenigzuverwundern / daß dieser Mahler dieses so herrlich Recept soll gewust haben / das doch fernem Doctor dcrArtzeney öekant war/dann GÄttder Herr /alsderobristeArtzt / hat jhme solch Kunststück ohnezweiffel dammb geoffenbahrct / auffdaß er den allergeschicktesten dieser Welt zu erkennen gebe /daß nicht alle Kunst vnd wiffenschafft in einenr Kopfs verborgen wcre / sondern daß der Allmächtige sich manchmal schlechter Personen Dienst gebrauchte / daß er hiedurch die stoltzen hochmütigen Geister demütige/die wehnen sie haben alle Künsteallein gefressen-

Das Recept so in vorigem Capitel verzeichnet worden / hat eins mals eine Fraw einem Ehrlichen alten Mann mitgetheilet/ der schon von vier geschickten Doctorn der Medicin verlassen war/weil fit die aller außerlesensten Mittel bey jhme vergeblich ge- hrauchet hatten / als sie nuhn gar von ihm gewichen / hat man die obangeregte Fraw mit ihrer Artzeney herbey kommen vnnd allein schalten vnd walten lassen/weil fhrRemedium sicherlich vnd ohne gefahr zugebrauchen war/ weil man nichts in den Leibe nehmen darff. Ich hab esauchetliche Personen gelehree/die es mit gros­sem nutzmgebrauchek / vnnd davon genesen sind. Dochwillich gern gestehen / daß nicht alle Menschliche Leiber einer Com- plexion temperaments fttlD / darumbhat man sich auch nicht zuverwundern, wannesnichkalleLeucheins gemeinhilffk.