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gantzen Statt alle Mitteln zur Chur gebraucht / die sie nur habe» erdencken können / aber damit sehr wenig außgenchtet. Dann er war einer von denen Leuthen welche die lange Röcke tragen /vnnd nichrssparen / ihre Gesundheit wider zu erlangen /ee seyeGelt/ Mühe oder arbeit/doch ist es wie gemelt/fo gar allco vergebens ge- west / daster auch die geringste Erleuchterung nicht empfunden. Es warein träger langsamer Siechtage / derjhne schr schwechek vnd algemach verzehret.JmAngesicht würd erbleich/daß erauß- siche wie eine Wiseblum. Allein die sehr gute Speisen vnd 2?ah- rung/deren er sich täglich gebrauchet / erhielten jhne beym Leben/ sonsten sahe er so erbärmlich auß / daß er einemtodken Leichnam gleicher war als einem Lebendigen Menschen.- Liesse Verhalten letz- lieh alle Medicos vnd Wundartzt fahren/wie auch alle die jenigen sojhmeheuffigrhiekmvnndmitteln vorschlugen (wie man dann weiß/daß kein Kunst oder Handtwerck ist/dessen sich dieLeurmehr berühmen/alsderArtzney) woltedemnachgarnichts rnehrbrau- chm-

Zu letzt kam ein Mahler an ihn / der lehret fhne ein solche ' Kunst vnd Probstück/dadurch er innerhalb Zeit zehenTagenvol- komlich eurirt vnnd Gesund ward / welches ich meinem brauch- nach nicht heimlich odcr hinderhalten/sondern dem Leser gutwillig, rnittheilenwill-

Er nähme den Samen von dem Kraut Argentina Sylve- Kriszu Latein genant/dessen so auff denMawren wächst/vn komt herfürgleich einem kleinen Baumlcin/mit vielen ästelein/vn hat/ wiewol es klein ist/diegestalteines Apffelbäumleine/ hat auch in- einer kleinen hülsen verschlossen einen kleinen roten Samen/dieses Samens / sag ich / soll man nemen einer Eronen schwer / den wok Zerstoffen/demnach wol weichen in zween oder drey Finger tieffgu- ten starcken claret Wein/beheb zugedecket/ deßAbende vndMor^ gens wolvndereinander rühren/vnnd also gesampker Hand hinem^ Wichen. MnnmußaberdißvnfthlbareinTag oder Zehen ary- ^ A t-. einandm