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war der Pulßan ihren Gliedern so schwach vnd leise / daß er nicht wol hctt fchwecher ftyn können/da es nuhn Tag war/ besuchte ich sie wider/vnnd blieb lange alda/ dieweil sie sicfyetiväe zu ruhe begeben hatte. Als ihr Blutsverwandter der Medicus hörete/daß sie eines Kindes nidcr kommen war / kam er gelauffen / vnnd gab der gantzen Freundschafft/ so zugegen war -»verstehen / wann es da vbel außschlagen solte/were niemand hieran schuldig als ich / dar- umb/daßich dem C hirurgo oder Wundarßk gerussen hette/daes doch ein solch Werck wcre/das eygentlich den Doctorn derMedi- ein zustünde/jhme folk man ein Botten geschickt haben. Ich re- plicirc dargegcn/wolt alle weise vnnd verstendige Leute hierin« ZU Jeugen nehmen/auch jhn selbst vrthcilen lassen / obdiß nicht ein solcher fall gewest wahre /da man nothwendig hett müssen Handk anschlagen.
Aber vnangcschen vnsers Haderns vnd Kipene / so mustdie gute Frawe den sechsten Tag nach ihrer Geburt sterben/da befand sich in jrem Leib das grosse oder Dicke theil der Afftergeburt gantz außgetrückner / vnnd an dem gründ der Mutter fest angehefftet/ vnndwar der Brand oder Krebs darzu geschlagen l wie Augens scheinlich am Tage / hatte demnach mit dieser schönen Chur der Wassersucht zugangen / wie ich hiebevorn geargwohnek hakte.
Dieses schreib ich den senigen zum Exempel'/ die sich vnder- stehen dörssen/eine Schwachheit oder gebrechen zu curircn/ dessen sie keinegnugsamewisscnschafft haben- Dann eben durch diesen Mangel hat sichdieserVngeschwungener fehlerbegeben / wiewol man hernach sich nicht geschamethat / mich zu verlestcrn vnd mir die Schuld ihres Tods zuzumessen. Ein ieder / dem ein Weib/fo im Ehestand lebet / vnnd mit einer oder verändern Kranckheitbe- hasstet ist / zucurirenfürkompt / solle billich hierinn mit grosser forgfültigkeit / vnnd auffsichtverfahren/vnnd sich gutm reisten Rachsgebrauchen/weilsichMerm diesem fallleichchch betrogen