stnden kan / wie diesem Mcn Mann vnnd IvleäLcv widerfahren ist.Dann ob er woi rn andern gebrechen ein guter Medicus / vnnd semer kunst ein erfahrner Meister ge vest mag sein/ weiches ich UU ncs Wegs laugnen will / so hat esjhmedochin diesem stück miß-- Lungen/weil er die Patientin gar nicht recht verstanden. Ein jeder soll wiffen/da ß jhm alle Kunst vnd wissen schafft allein nicht gege­ben sey. demnach sich nicht schcwen / andere Leute zu Rath zuzie­hen / weil vnderschiedliche Leute zu vnderschiedlicherhandthirung gehören. Hette er im Anfang ein verständige Hebamme oderWe- hemrmerherbey kommen lassen/vmb zu erfahren / ob die Iraw nie etwa Schwanger were / es werejhme darümb an seinem Ruhm vnd Authoritet kein abbruch geschehen. Mißtrawen ist eine Mut­ter der schädlichen ficherheit. Man weiß wol daß die kunst derArtz- ney oder die Medicin der Stamm oder Fundament ist / aberdoch entspringen viel äste hierauß/als dicbcreitungder Medicamenteu in den Apotecken/die LKirur§iLoder Wundartzney sampkihrem anhang/auch andere mehr stück / deren nicht ein geringe Anzahl/ so da vielmehr bestehen in der Practickvnd anschlagen derHände/ als allein in der blossen wissensthafft. Diesen vnderscheid hat der vorige König Seligster gedachtnuß / Henrich der vierdte wol ver­standen /damals/als derDelphin/vnser jetziger Gnedigster König vnd Herr zur Weltgeboren ward. Dann ob wol vier Doetores der Medicin/ ohnezweiffet die besten vnd erfahrnesten / so in gantz Franckreich zufinden/vorhanden waren/ hat er mir doch in diesem Werck(ohmrhumzu melden)die-Oberste stellegegeben/ vnnd be- fohlen/ich solle die Königin nichts jnnehmen noch gebrauchen las­sen/wann ich dasselbenie für gut erkennete/auch die Medicos selbst dahin gewtsen/daß sie meinenRath vnd vorschlag hören/vnd dem­selben nachkommen solten/weil meine Kunst nicht so sehr bestünde in der wissenschafft / als in der Prax vnd Erfahrung / vnd daß ich mehr gesehen hette dann hundert andere/ die beydergleichen treffen wenig oder gar nicht gewest weren-

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