vierdker Theil. 9
nungttit/wänn es sich ansehen ließ/ als ob die weher vnd Schmerzn der Geburt zu lang werden wolten / daß man hierumb stracks zu diesem Mittel schreitten wolte/dann wo diß ohne guten Rathge- schehe / möchte man so bald jemand ködten als beym Leben erhal- ken/bevorab die nicht reich an Blut/vnd an Krafften schwach we- ren. Ee nimbt manchmal viel Zeit vnd gehet langsam zu/vnnd folgt doch nichts destoweniger ein glücklicheGeburt/will demnach Verstand vnd vnderscheid allhie gebraucht werden. Ee möchte zwar jemand sagen/diß were eineNewe manier/vnd frembd zu Hören/Aber ich will auch dieses dabey meiden / daß / seithero ich das Ampt einerHebammenverwalttk/mir so vielBlutrer'che Weiber/ wie auch von böser dewung nicht sind zuhanden kommen / als bey diesen Leuffen.Es gibt mit vercnderung der Zeit auch newe vn vn- betanke Kranckhmen/daher ich nicht rahten wolte/daß sich einige Weibsperson vnderstünde/diesem gebrechen Rathzuschaffen/oh- ne wolbedachten vorgehenden Rath deMeäicorum,welche dann hierzu Nothwendig erfordert werden müjsen/vnndsolches jeeheje i besserJwarwas vns Hebammen vnd Wehemütter anlangt/ soll
vne das Leben vnd wolfahrt derenWeiber / so sich vnsere Diensts ; gebrauchen/ lieber vnd angelegner seyn / als vnser eygen Leib vnnd
^ Leben.
Bißweilen geschieht es / daß die Winde im Leib den Gebeten- den vielzuschaffen machen/daß dieselben der Geburt/so zurWett «i tosmibcn Außgangbefchkieffen/ welches angeregte Winde auch .< offtermalsrhun/vnd Verhinderungen in den Wegwerffen/ wann die Natur den Leib von allerley exeremencen , als dem Stul- s gang/Vrinwnd andern Feuchten vberflüssigkeiten vnd beschwer-
.r nuffen entladen will / daß fle denenselben den Paß verlegen/vnnd .H solche tut fortlassen wollen / der gestalt / daß auch offtmals schwe- . / rer Athem vnd Engbrüstigkeit hierdurch vervrsachet vnd gespüree j wirdt. Ich zwar will nit vbel glauben / daß auß dieser einigen Vr- fachen esvielPersonen mit der Haut bezahlen müssen / dadoch