8 ßebammen Buchs
men vnd prackieiert / seither mich Gott der Herr zu diesem Ampt vnd Dienst bemffen hat / denichauchinstendig vnd mit Andacht anruffe/daß er/a!ßdcrbestevno Dbriste Acht /hierzu seinen Segen vnd Gedeyen geben wolle- Demnach so hab ich mich jederzeit beflrffen/wolinachtzunemenvndzumerckenallezmragendefalle/ vnnd was steh dabey Denckwürdigs befunden / solchem reifflich nachzudencken / Gestalt ee dann in so grossem Vnderscheid der vorfallenden Dingen eine hohe Notturfft scynwill.
Habe demnach nuhn etliche Jahr her vermerckt/nicht allem bey denen Weibern/welchen ich etlrchmalm ihrem Ktndergcbaren beygewohnet/sondern auch bey andcrn/welche das erstemalKindts niderkommen / daß / wann es mit ihnen zum Ziel vnndwercken kommen/ob schon alle Ding richtig warcn/vnd wie sie seyn sotten/ nichts desto weniger sich grosse Schmerlen ereygnet/ vnd doch die rechte Wehen nicht waren/ welche die Geburt hetten für der» mö- gen- In solchen fallen hab ich zwar alles dasjenige gethan/was mein Beruff vndKunsterfordcrtc/mich attesGewalts vnd heftiges anstrengens dabeyenthalten/aberdoch befunden/ daß nicht allein den guten Irawen schmerßliche arbeit/syndern all mein mühe >
vnd fleißVergebens gewest. Demnach alß ich mich hin vnnd her ^
bedacht / was die Vrsach dessen seyn möchte / vnnd was da für. i Hülffzuthun/vermerckt ich /Daß solcher gebrechen von vbrigem GeblütvnvielerIeuchtigkcit herrührte.Ich wolte mich dessen nik allein vnderstehen/ sondern zog Gelehrte vnd Erfahrne Medicos zu rath / Denen ich mit fleiß den gantzen Handel zuverstehen gab/ shnen auch dabey meine Meynung entdeckt / welche mir diese Ehr gekhan/daß sie ihnen meinen Vertrag gefallen lassen / vnd darzu i
gerahten / daß ein Aderlaß gebraucht werden solt/ daher dann die Geberenden etwas Lufftbekommen / vnd Glücklich genesen sind/ -
eins theils zwar also Halden / theils aberetwas langsamervnnd ' nach der Hand. Einmal ist gcwiß/daß diese Aderlaß die Mutter vnd Kind beym Leben erhalten habeHoch hak es damit diese mey-