mit dem blossen Namen- Die Küchenmagd / Haußmügd / Be- sch!iessmnnen/die die rechte Mittel oder Kunst nicht wissen / lauf- fen de Hospital oder Gotteshaußzu/jrer Bürden sich daselbst zu- entladen. Sehe einer doch/wie ein gut Theil des Pariser Voicks mit Dicnst.'vnd Cammermügden so stattlich vnndHoffmänmsch versehe ist.Ein gur Theil dieser sauberen Magd/ davon wir allhie reden / geben sich darnach für Saugammen dar / was köstlicher Mrkch können dahe; die Kinder empfangen i Viel hohes vnnd m driges Stands Weiber sagen / es könne den Kindern nicht scha- den/wannesKnablein seyen / aberich kan jhnenin diesem Stück nicht beypflichten/dann es ist ein süffes Gisst/ wann die Kinder die Milch einer Saugammen trincken/die mit Lieb vnnd Bulerey.be- hafftet ist / vnndweil durch diese erste Nahrung der Muttermilch gleichsam das Jundamentvnd gantze Grund deß Lebens des Kin­des gesetzttwirt/bringctdiß nicht geringe Verhinderung/ dannes ihnen anhangt vnnd schadet / wann sie auch schon erwachsen vnnd groß werden. Dessenjetzunder zugeschweigen / daß man stetem der Forcht stehen muß / wann schon nichts anders wäre / daß sie doch dem Kind böse Milch liferten/wann sie etwan schwanger wa­ren. Ich will diesen Vnterscheid allhie machen zwischen der Milch vnnd Nahrung/so von diesen Weibcrn/von welchen wi>re- den/herkommet/vnd deren/so ehrliche Matronen den Kindern rei­chen/gleich wie zwischen dem Wasser / daß auß einem lebendigen frischen Brunnen entspringct/vnd das auß einem stehenden Was­ser oder Pfuhl geschöpffee wirk. Dieser Dingen Betrachtung kommet vnsern jungen Weibern nimmermehr in Sinn / sie wöl- lens auch nicht hören / sondern lassen sich bedüncken/ sie seyen viel witziger/als ihre Müttern jemals gewest seyen.

Was ich jetzund rede/hab ich nicht von hören sagen/sonder auß Erfahrung.Ich hab auffein Zeit einer jungen Jrawen in jrer Ge­burt gedienet/welche ich vergliche mit einem guten Vogel/ der fein Gesang von sich sechste gelernee hat. A an jr war jreMutter gestor-

bcn/ats