*j° Hebammen Buchs

daß sie jhnen duch sie werter dienen liessen/ich verstehe aber die jun­gen Töchter/weche von Kindhert auffin ihrer Mütter oder nechst VerwandtenHäusernaufferzogen worden seynd / wie es brauch ist. Wann runderen eine verheurathekwird/ nimmet sie eine junge Magd an/diesienachjrerHandziehekan. Es geschichtaber auch/ daß wan in Arschung der Magd die Fraw auch nichte achter / wie man dann in rieten ehrlichen ansehenlichen Häusern dieser Statt solche Dienstnügd findet /diean andern -Orten dieses gantzenKö- «igreichs aufgestossen vnd verworffen worden seynd.

Es ist ja fr ylich wolgethan / dz man den Wolffin den Schaff- pferch einschkußt. Dieses Ding bringt viel junge Weiber vnnd Töchter von ehrlichen Geschlechten gebohrn in schweren Fall vnd Lhrenverlust.Bißweilen treiben sie jhre Kauffmannehandel auff eine seltzame Weise / sagen jhnm / wie ein junger wackerer Mann auß ihrem Heymak sie erkannt vnd gesehen hättc/ale sie auffjhrer Thür gestanden/der so viel guts vnd ehrlichs von jhnm geredt häk- re/daß sie nicht darfür hielten/ daß ein Jungfraw oder Fraw in der gantzen Stakt Pariß so schön / lieblich vnd anmüthig wäre als sie. Das kützelt sie nun in den Ohren diefchalckhafftigen durchtriebe­nen Magd/wissm der Ieikins künfftigwolwarzunemmcn/ nach dem sie vermerckek/ob jhre Work vnd der erste Fürtrag wol oder v- bel auffgenommen wor den.

Solche Leut seynd sehr nützlich in einem Häufe / wiewolzuer- achken/vnnd dienen ehrlichen Lcuthen/ebcn wie derZuökcrschaum einem krancken Menschen im Leib / das ist / hindersich. Wie nun dem / so haben doch diese Leuth zu vnserer Zeit den Wind wunder- barlich auffjhrer Seite / dermasscn / daß sie / nach dem die Lauffe jetzund beschaffen / nicht leichtlich fahl schlagen / sondern ja auß so , vi^ljungen Frawlem etwa» eines zu ihrem Vortheil haben kön­nen. Sie rüsten vnd staffiren sich auß auffdiesen Grempelmarek/ derselbigen Wahr nachzufolgen. Wann nun solche schwanger werden /so haben siejhre Zuflucht zu den Ammen / zum wenigsten