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an demerGesundheit brmgen/dessen hernach vnZchlich viel ehrliche Werber vndMatronen/dcnen du zur Geburt dienen solst/ entgel­ten müssen.Allhie will ich dir zu gefallen eineGefchicht erzehlen-In der Verstatt zu Pariß Fauxbourg Sanct Ocrman hab ich eine Ammegckant / ein fein ehrlich Weib vnnd der Sachen verständig genug.DiesehulffemerHoffhuren ein Kind haben/ heimlich vnnd verstotens/welche nichts anders war/ale ein weißgetünchtTodten- grab/dan sie hatte das Ansehen nit/dz jretwas mangle« solle. Das seyn eben die rechte Huren/bey welchen dieFrantzosen oder Pockele tieffeingewurtzelt haben/welche sie färben vn verbergen wie sie kön­nen-Diese Kotz henckte der armen Ammtn welche jres Alters schon bey sechtzig Jahren altwar/einFrar°tz6sische Blatter auffder rech­ten Hand an/welche/weil sie nicht wuste/was es war/ließ sie es gut seyn/biß ihr ein rotfärbige Drüse auffuhr. Aber vmb dessen Wil­len / hörete sie nicht auffden Werbern m Kindsnöhten zudienen/ wie sie gewöhnet war.Ich weiß daß sie wo! in die fünffvnd dreyssig Häuser angesteckt vnd verderbt hat.Ee kau niemand glauben/was es für ein armer Jammer gewesen/ehe dann man gewuß hat / wo derBeschiß herkomme Die Männer bekamen die Frantzosenvon tcn Weibern / die Kinder von jhren Müttern. Wiewol nun die Männer kein Mißtrawen in die Keuschheit ihrer Weiber setzten/ jedoch dieweil sie ihnen nichts böses bcwust waren / gaben siedoch letztlich den Weibern die Schuld- Die Weiber widerumb/ alsdie sichvnschuldigwusten/schobensdenMännernheim. Wasmei- ntt einer/ daß das für ein Gezänck vnnd Balgens gcwcst sey. Ich kenne noch einen Mann vnnd eine Fraw / auß zwey unterschied- lichen Hauscrn/die auch dardurch verderbt gewesen seynd. Es ver- licffsich eine ziemliche Zeit /ehedann die rechte Vrsach dieses elen­den Wesens offenbar ward/vnnd ist manche fromme ehrlrcheMa- tron dadurch böser Stück öezüchrigct worden/vnnd wie man sagt/ setzten sich die böse zufliessende Feuchtigkeiten am allermeisten

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