an die schwächste Glieder- ? arnach waren insgemein die Werber viel mehr beschuldigt als die Männer- Ein fein verständig Weib in derselben Verstatt/die eine Nachbarin wäre/so wohl derjenigen Ammen/als etlicher Weiber/ die mit dieser Plag behaffket waren/ führet einmal etlichen zuGemüht/dz alle die Weiber/so dr'esenBe- schiß an jttcnhatten/jnnerhalb einer kurtzen Zeitwären niedcrkom- mm/vndsichallesampk dieser Ammen gebrauchet. Als sie nun die Hand zugebunden hatte/fragte sie einsmals eine / was jhr an der Hand wäre i Sie antwortet / es wäre ein loser Schwären/den sie schon lang gehabt hätte/vndsrdoch nie einmalvergehen wölke-Ein andre sagte/sie solt jr den weisen/dann das mußte sie wol thun / da­mit man sahe/ob es nik etwas böses vnd ansteckende wäre.Als man nun den Schaden beym Liecht besähe / da befand man / was es für ein hübscher Carfunckel war-

Allse Amme hattezwo feiner ehrlicher Töchter/ welche beyde verheurahtee waren/diese bahren die Mutter alle beyde/ daß sie sich wolle heylen lassen / Aber sie sagte/sie thäte es nicht / vmbdaß sie nimmermehr kein Mann nackend sehen solte / vnnd daß sie viel lieber sterben wolte/dann sich also jhrer Ehren entblöffen / vnd daß sie sich vber nichts so verrehweke/alö daß durch sie soviel ehrlicher Geschlechter angestecket worden waren- In dieser Meynung vnd Halsstarrigkeit beharret sie / wolle sich auch weder durch Drawen oderMtt dovon dringen lassen/ Vnd wiewoljhre Töchter vor/hr auffdieKnyestelm/vnd sievmb Gottes willen bahten/dz siejrdoch wolle helffen laffen/vn auch die Tränen darübervergoffen / dz sich ein Steinhart Hecherbarmcn hätte mögen/ haben sie sie doch eben so wenig bewegen mögen/als zuvor«. Ihre Töchkermanner be­richteten sie / daß in der Gasse zum Taubenschlag beyder Aptey Sanft German , ein alter WundarHt wohnete / verein Witwer/ bey nahe in jhrem Alter wäre/welchen sie wol kennete / den wolle sie ansprechen/ vnd sich mit jhmevmcrreden / wie sie es mit jhrer , Schwigermutrerangreiffen sotten / .Ob man nicht Mittel fünde/

dadurch