Wchr/alsdZ du von ihnen nemmen sollest / Gott wirk dirs Widergeben mrk reichem Wucher/danck auch Gott darbenebe/ dz er dir bifi auffdiesm Lag soviel Gnad vnd Gabe verliehen / vnddich darzu erwehret hat/daß du feinen Gliedern dienen solst. Du soleauch die- selbigen öesuchen/mit sonderlicher fieissiger Sorg / damit sie rn der kurzen Zeit ihres Kindbettes durch die Hülff vnnd Starckung empsthen/vnd/fo viel möglich / widerumb zu ihrer Gesundheit gelangen mögen/dann die Noht treibt sie herauß/daß sie ziehen müssen/wie ein GaulimKarren. Es seynd der Ammen zwar vbrigge- nug/wiewol sie nicht wertWnd / dz sie Ammen genant werden sollen /die in vnehrkiche Häuser gehen / wiewol doch nachgehends ehrliche Makronen ihnen durch solche schlimme Sacke dienen lassen/ vnd nicht fck chtcn/daßdadurch jhnen an ihren Ehren'Abbruch geschehen möchte. Liebe Tochter laß dich dein Lebkagnichkvberre- dcn/daßduentweder eine ledige Tochter oderWeib zu dir indem Hauß nemmen wollcst/daß sie daselbst mderkomme / das befiel ich drr/vnd ist mein eygemli'cher Wtlle / dann es ist ein Art von einer Hurenwirth schafft / nur daß man es mit einer ander Färb anstreichet/ vnrrd damit bemäntelt / als ob es auß Christlicher Lieb vnnd Muleyden geschehe. Wiewol man nun meyner/ daß wir Hebammen dazu obligirt vnd verbunden seyen/so ist es doch nicht. Wann es eine lepige Tochter oder Weibspcrsonrst/diedie Sach vbersehe/ wann siesichnochnik allerdings ins Hurenleben begeben / dz noch Hoffnung wäre/sie auffbessern Wegzubrmgen/vud deiner begeh- m/wei! sie ein sonder gm Vertrawen vnd Hoffnung zu dirhatte/ daß du ihre Vbertrettung würdest Hahlung halten J da kanstu jhr wol in Kindsnöhren die Hand bieten / doch daß es an einem ehrlichen Hxch geschehe. Wann sie sich allzusehr darüber bekümmern wolte/ist es deines Ampts/daß du sie tröstest / vnd mit guten Worten wieder auff den rechten Weg bringest / mit der angehängten Vermahlung / daß sie sich ja hüten wolle/ nicht mehr in derglei- chenSchandvndLasterzufallen/daranwirstuein sehrgutMerck '
thun.
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