sehen solte/daß grosse Gefahr vorhanden ware/so mist jhr wol/daß -er Mann von pariß hier rst/der sonsten den Weibern in gefehrlr- chen Kindsnöhten zuhelffen pflegt/er hat Befehl steh in der grossen Silberkammerauffzuhalten / biß man seiner bedörffe. Aber ich mach mir zweiffelhafftig Gedancken darüber / ob es ein Nottm fft seyn werde.Dann meine Gemahlin / dörfft sich wohl so sehr cmft- tzen/vnd förchken/wann man einen Mann zu jhr in Röhren beruft fen solee/daß sie dadurch in Leibs vnd Lebens Gefahr gesttzet Werder» solte/weilich weiß / daß kaum ein so fchamhafftigWeib vn- ter der Sonnen ist als sic/darumb gehet jhr hin zu jhr.Ich that es. So bald kam jhr ein starcker Wehen / darzu that ich geringe Hülff/doch ka»n sie ihrer Bürd guadiglich vnnd glücklich ab/vnnd gebar ein lieblich schön Kmd/alseincr sein Lage möchte gesehe haben/daß mittelmassiger grosse war.Dr'eFrewde war allhie so gr oß/ -aß es nicht gnugsamb zubeschreiben ist. DerKömg richtet sich vorn Bett widerumb auff/voller Fremden / damit er sich mit dem gantzenLandt lustig machen möchte. Mfr. Honore war noch nie weder zu Hoffjnnerhalb Pariß / noch zu Fomaineblcau gewcst/ der Königin in Kindsnöhten auffzuwa» ken / dann allein dißmal/ -er auch nicht hinein in vieKammer kornmen ist / weder in weren^ den Kindsnöhten der Königin / oder nach dem sie niderkommen. Esisteinervuterdem Hauffengewest / der dem guten Mann m sondere Freundschafft hat erweisen wollen / vnd jme gern gcgonner hatte/ daß er die Ehr vnnd Nutzen / sampt der Belohnung davon bracht hatte/wann man seiner auffs eusserst bedörfft hatte. Doch bat mich Doctor Laurentius solches Mk vor vbcl auffzunemmen/ dann er darumb dahin kommen wäre / ob sich etwa bey der Geburt -er Königin etwas frembdes vnd vngewohntes erzeigen würde/ dieweil sie noch zu keinemKind so dick von Leib gewesen wäre / als -udiesemIch gab zur Antwort/ daß ich mein Tag nie keinem etwas vor vbelgehabt hakte/der meiner GnadigstenFrawen derKö- Aigin zu dienen begem hatte. Wir haben offt in meiner Cammer
mit