lls Hcbammm Buchs
Ver König führet dieFürsten vnd andere grosse Herrn hei bey / jh- nendasKindt zu zeigen. Er ließ seinen Sohn alle diejenigen besichtigen / die von deßKömgsvnd der Königin Hauß waren/ darnach ließ er sie wiederumb hingehen andern Plaßzu machen/sol- chesauch zu besehen. Zederman war so hoch erfrcwet daß es kaum außzusprechen ist / ja die einander begegnet / vmbfingen sich für Fremden / vnnd galt da gleich/ man namnicht acht/welche höhere/ welche nidrigeo Standes waren-Ich hab hören erzehlen /daßetlr- che Frawen die ihrem rygnen Dienstgesinde begegnet sepn/diesclbe Zn dre Arm genommen haben/gleichsam aleverzucket von Fremde/ weil sie nicht gewusthaben was sie thaten- Als ich den junge Herrn gewickelt/vnd mein Ampt verricht hatke/gab ich solchen der Frawen von Montglas wider/welche mit ihm hiengieng/solchen der Königin zu weism/diejhn dann mit lieblichen vnd freundlichenAugm ansähe / vnnd nach jhrem Befehl war das Kind in jhr der Königin Kammer gebracht/ durch dieFrawe von Mon tglas. Mf i\ Erou a rd M Medicus deß jungen Herrn / fampk allen Weibern/ welche zu seinem Dienssverordnet waren / folgeren dahin nach. So bald sie dieselbe eingenommen/ist die Kammer nie leer gewesen/es war niemand vnter dem grossen Gezelt gewesen / der nit auch in die Kammer gieng/ohneBewilligungderFrawe von Monrglas, Ich werß nicht wie sie das haben thun können Der König hatte nicht so bald ein Haussen Leuth hrnauß führm können / so kamen eben so viel wi- derumb.Man sagte/ daß in dem gantzen FleckedieganßeNachtv- ber Frewdenftwer gebrannt hattcn/vnnd wäre nichte gcwest/danu Paucken vnd Trommeten/ vnnd daß man ganßeTonnen Weins außgefoffen hette/auffdeß Königes/ der Königin / vnd deß newge- dornen Herrn Delphins Gesundheit.
Da wareingantzerHauffenLeute/diediePost empfingen l in vnderschiedliche Provincien zu lauffen vnnd in allen Stauender Eron Franckreich/diese frötiche Ncwe Zeitung außzubreiten So halb die Königin auffjhr Bette gelegt war/ hchahl der König jhme i sein