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welche seine Verwarterin seyn solee. Fräwlein KenouiUierenam das Kind/vnd vbergab es derFrawen von ^lonrglas. Der König voll Frewden/gienge hin/die Fürsten zu vmbfangen / er wüste aber nicht/daß die Königin so schwach war/daruch that er die Thür der Kammer auff/vnnd ließ hinein gehen alle Personen/welche in dem vorderen Gemach vnd in der groffenSchatzkamer ware/ich glaub/ dz jrer mehr als Loo.Perfonen gewesen sind/allzusamen / also daß wir vns fast nit regen kunten in der Kammer / damit wir die Köni­gin in jhr Bette tragen möchten. Ich war gräwlich vnlustig dar­über/als ich das sahe/vnd sagte mit Vnwillen/es wäre nicht so gar fein/dz man ein solcheWelt Volcke hinein in vnser Gemach liesse/ weil die Karrigin noch nicht auffjhrBeth vnd Lagerstatt gebracht worden were- Diß mercket der König/ gieng zu mir/vnnd klopffet mir aussdie Schultern/vmrd sprach: Schweig still / schweig still/ Hebamme/vnd sey nit vnlustig darübcr/dieses Kind ist für die gan- tzc Welt/daruM ists billich/daß sich jcderman deffelbe erfrewe. Es ivar vwb halber drey/nach Mittag an einem Donnerstag/ welcher warder L7.8epremdri8 , im Iahrvnsers Herren Christi Geburt I6oi. auffden Tag Cosmi vnnd Damiani, 9.MonatvNNdl4. Tag nach dem die Königin dem König war vertrawet worden. Die Cammerdiener allerseits / so wol deß Königs als der Königin wurden beruffen/welchedenStul/auffwelchem die Königin war/ biß zu dem Bethe/darauffnran sie geleget hat/tragen sotten da hak man auch also bald die Schwachheit durch starckende Mittel bey jhr vmrieben.Als ich nun meinen Dienst vnd Gebür/nachmeines Ämpks Erforderung gegen der Königin verrichtet / sahe ich auch daß dem jungen Herm oderKind/ sein Gebär widerführe/ welchen mir die Fraw von Mentglas widerumb in meine Hände lrferre/da sich alsobalden ^llr.Lciuarcj befanoe/vndjhme/demKmd /zu die­nen anfieng/von dieser Zeit an hinfürters.Der ließ mich das Kind gantz in Wein vnd Wasser baden / vnnd fchawett solches sterigs an / vnnd besähe es überall wol / ehe dann ich es wieder einwickelte/

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