94 Hebammen Buchs

würden / vnnd insonderheit die von dem Hauß von 6uL5a, Herrn vnd Frawen. Nach dem man zu Nacht Taft- gehalten / begleitet vnd führet der König die Königin auffein grün Bette / daselbst der Ruhezupflege/deren deß Königs Schwester Gesellschaft^ leistete- Der König bterbin Mitten deß Saale / sampt den Fürsten vnnd Herrn / da sie von allerhand Kriegssachen sich miteinander vnter- redeken. Jnmitttls näheren wir zwo der Frawen Lonc^incvnnd DeHclIy , welche mit der besagten Frawen von Oonckine von mirredete / welcher Gestalt man mich zu einer Hebammen für- geschlagen hatte. Jene sahe mich stets an / vnnd fragt mich viel Dings / welches weil ich nichtverstund(dannsieItalienischre­dete- sagte mir solches dieFraw tteUy, vnnd was ich darauffzur Antwortgab / legte siejhr auffJtalianisch auß. Vngefthrvmb eilffVhr deß Abende / nam der König die Königin bey der Hand vnnd sprach/Mein Schatz/eo ist Zeit/daß wir wider anheime keh­ren/ dann es sehr spat worden/also führet er sie auß dem Saal/ dem alle Fürsten vnd Herrn/Fürstinne vnd Frawen nachfolgeten / also daß wir zwo/ich vnd meine Gespile allein dar in dem Saal blieben. Wir sahen einander an/vnnd sprach ich / last vne nur auch gehen/ dieweil mir doch das Glück diesen Abend so genädig nicht hatsepn wollen/daß ich von der Königin wäre gesehen worden / welches gantz vnd gar vnmügllch war-Da wir hinauß giengcn / sahen wir die Königin / daß sie sich in ihre Sansfte oder Tragftsscl setzte. Vmb sie herumb stunden sechs ed!e Kammerjungen mit so viel Windlichttrn/vnd sechs Lackcyen/die sie zutragen psiegren/eswa- ren auch die Frawen/von Lonclunc vndOeÜeliy allda/welche jhre Qberröcke der Königin aufs den Sessel breiteten. Ich bäte allda/meine Gefartin/die Frawe von Heliy anzusprechen / daß sie die Fraw (ionclüne erinnern wolte/meinergegen der Königin zu gedencken / weil doch der König sampt den Fürsten / Herrn vnnd anderen Frawen schon allbereit zu Kutschen gesessen waren / vnnd daß mrch jhnr keiner sehen köntt/welchesdiebepdeFrawen/^on-