92 Hebammen Buchs
dacht ich / weil der Herr von Helly , so mir meiner Kinder eines auß der Tauff gehaben / vor ohngefähr dreyen Monaten jhme deß Herrn von Gondy jüngste Tochter vertrawet hattte/ rch würde durch das Vettel ferner Kundschaffk zu meinem erwünschten Ende gelangen können. Ich bäht ihn demüheig / erwoltejh- menicht entgegen seyn laffen/daß rch seine Gcmählin gieng anzusprechen / wclchee ir jhme wohl belieben lassen, solches that ich/ vnnd fand an jhr eine solche freundliche höfliche Fraw / daß ichs nicht gnugsam rühmen kan / sie erzeigt mir auch allen gönstigcn Wrllen/vmb jhrcs Herrn WrllenNach acht Tagen gieng ich wider dahin/sie ebenmafflg zubcsuchcn/ da faßt ich mir ein Hertz/sie zubitten/sie wokte vbcr die vorrgeGnad noch so wol guus erweiscn/ daß ich durch jhre Förderung mich pi Xsintircn vnnd stellen möchte der Königin/wann sie würde ihrem Gebrauch zueffcn kommen in deß Herrn de Gondy Losament. Sie gab mir zur Antwort/ wie es jhr sehr leyd wäre ) daß sie mir solches nicht verheiffen könte. weil sie allererst ein viertheil Jahrs im Ehestand gewesen/ vnd folte jhr wol zum ärgsten außgelegt werden / wann sie sich schon vnter- stehen solke/der Königin eine Hebamme zu pr^sentiren / inAnse- hung/dz so viel feiner betagter Frawen/welche auch viel Kindergehabt hatten/zugegen waren. Aber so viel wolte sit mir zu Gefallen dieKönigin dahin gienge/wolte sie bald jemand zu mir schickcn/mir solches kunt zuthun / wann ich nun indas Hauß kommen wäre/möchte ich aledan das beste thun/fo ich könte.Eine meiner guten Gönnerin/ bey deren der Herr von Utelly eine lange Ieik fein Losament gehabt hatte/vnd damals bey mir war /sprach zu der FraweruGnadrge Draw/jhr seyk Lieb vnd Werth gehalten oon der Frawen I^eonora,welche der Königin so angenehm ist / jhr könnet beneben derselbigen das wol zu wegen bringen. Es ist wol wahr/ lagt die Fraw darauff/daß mich die Fraw Leonora Conchine, jederzeit Lieb vnn d Werth gehabt / aber sie ist eben so wol ein ncwe