ander Theil. 27

gehabt/vnd doch viel vmb die Sach wissen wollen/ vnd ohne schew frisch/vnd wie man sagt/vberzwerch ins Kraut reden dörffen- Ich werdeofft selbst für solche Schnabmauler schamroht/wann ich sie also plaudern hör/in Gegenwart erlich feiner betagter / erfahrner Frawen/welche als sie in diesem Alter gewesen / nit so vnverschamk herauß gefahren/ich hab etwa gesehen/dz selbige junge Weiberfein höfflich darüber außgelacht worden. Eine spricht/ ich hab nit gern Mit denen Ammen zuthun/die sich des Fühkens vnd Bctastens an- ncmmen/rch denck ich wölle meine deßwegen abjchaffen.Em ande- rehar andere Vrsachen/warumb stediejhrezu schelten vnd verach­ten meyner/wLii sie jhrs auch nit recht machet. Ich wo!t/dz dieses jr Vorvrthei! damit sie andere beschweren/an jnen selbst probirt wür- de/wrewol doch viel Ammen seynd/welche Sorg haben / sie ver­schütten den Ablaß/wollen verwegen lieber zu Gefallen vnd Wille seyn/alö thun was jres Ampks ist. Wann sie mit solchen Weibern zu reden kommen/sprechen sie/sie pflegen nie also zuproecdiren(deß begreiffens halben -Vnd wann es dann zu Wcrckerr kommet/ hal­ten sie die Weiber mit Geschwetz nurauff / biß daß dieselben durch Schmerlen vnd Kindswehen genötigt vn angestrenget werden/ dz sie wol müssen helffen/d^ee dann offtmals geschicht/wann dz Kind mit dem Hauprlein fernen ankommet / daß die Geöahrmutter die Schnur ansich zeuchr/die sich voran für dem Kind erZer'gttWann nun eine Hebamme allhie mit den Handen vnnd betasten das beste th r/könte sie die Mutter widerumb zu rück trücken/vnd hierdurch vielen gefährlichen Zufällen / die sich nach der Geburt zuerzeigen pfli'gen/begegnen/als da ist/dz sich die Mutter gantz ablöset vnd le­dig wird von ihren Banden.

Da nundieKindbettermnen dessen sehr vbelernpfinden / vnnd verwegen vber diese Ammen klagen/die ihnen allein zugefallen vnd nach ihrem Willen zu thun geflissen gewest seyn / wissen sie ihnen bald darauffzusagenrLiebe Kraw/jhr wist selber wol/ daß ich euch

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