2 6 Acbammen Buchs
herkomme.Ein vngeschickt Weib/so der Sachen kernenVerstand hat/mag von diesen Handeln sd wenig vrtheilen / ale em Blinder von den Farben. Dieses Irrthumbö aber zu vberstehcn / solle man brlliger die GDttee Forcht für Augen haben /vnd dicPersonen nit fälschlich belästigen / die deß Mangels oder Fühlers / da deren begangen worden/keine Schuld tragen. Dann wann man die War- heitmt eröffnen will/bringt man sich selbst mVnglück Ist verwegen ein Nohtturfft / daß man ohncuüe Höhlung dm Medicis feie Warheit/gleichsam als in der Bercht / bekenne / damit man deß rechten Grunds Erfahrung habe könne.
Ich mag hie wol sagen / daß diese falsche Aufflagen vnnd böse Nachrede/femegeschickte Hebamnun/an denc sonsten keine Mangel war/auffs eusserste forchtfam vnd verzagt gemacht haben / wer l ohne das deß lasterns vnd Vcrkleinerns weder Maß noch Ziel ist/ da die guten so wo! / als die bösen vnnd Erfahrnen bescholten wcr- den/wann die Sache nicht einen solchen Außgang bekommet / wie derKranckhaben wolle / oder die seinigen wünschtten / g*eichals wann eine die Vrsach alles Vbcls ware/daß steh also begibt / oder daß es bey vnser einem stünde die wldcrigcn Fell zu hindern vn verhüten. Wieofft geschieht ee / daß eine Weise vnnd verständige Hebamme/eine Fraw dem Lodt / also zureden/auß dem Rachen zeucht l i>amit sie ja freylich nicht wenig Lobs vnd Dancks vcrdie- nct/aber an Statt des Dancks bringt sie nichts davon / dann böse Nachred vnnd Scheltwort. Daher dann wir Ammen alle genötigt werden / dem Aergernuß zubcgegnen wie wir jmmer können/ zu warnen/daß es vbel zugehen mochte/vnd müssen offt denen weichen vnnd Platz machen / die der Zeit nicht wahrnemmen/da man es mit weniger Mühe vn Gefahr/vnd befferm Verstand außrich- ten könte.Dieser Mangel kommet »irgend andcrstwo hcr/dan von Vnwiffenheit/Verkleinerung vnnd Vndanck der Werber / gegen dwjcmgcn die vnsers Ampts vnd Bertlffe sind. Man findet junge Weiber / welche noch kaum eins oder zum meisten zwey Kinder
gehabt/