Hebammen Buchs

VNS gute Rahks vnd nützlicher Artzeneyen gebrauchen/ derstlbigen zu helffen- Etliche auß dieses Weibs vmvandlinen/ wann sie mit mir zureden kamen/zweiffelten hieran/meyneten / sie würde sich be­trogen finden/in dem sie sich vor schwanger hiette/daß doch nie wa- re/denen ich dasGegenspiel bewiese/vnd daß sie jrretcn: Kürtzlich/ sie hat das Kind getragen/nach oberzehlkem jrem Schrecken sechs- zehc Wochen.Jetzund ereuget sich ein grosser Aweiffel/ ob dz Kind gestorben sey in derStund deß Schreckens vndEntsetzung/dieweik es sich hernach nicht mehr geregee hat. Dem könte man entgegen setzen/daß besagte Iraw der Milch nicht empfunden/biß drey Wo­chen nach obiger Gsschicht.Aber/vngehindertdeffen/will ich glau­ben/daß es zur selbigen Stund geschehen sey/in Erwegung/ durch selbigen grossen Schrecken dem Kind die lebendigen Geister entzo­gen worden seyn / als das tebhaffk Geblüt sampk den Krassten der

Pulßadern/dem Hcrtzen der Mutterzugelauffen/vnd sich nit ver-

rhcilt/daß ein Theil dessen dem Kind zukommen ware/vnd solches ist der Natur Eygcnfchaffk/daß stein grossem Schrecken vndBe- rrübnuß solchesalles ansich zeucht/vnd rnmittcls ist daeKind ersti­cket/ darumben es sich dann dazumal so hefftig bewegethat. Nach der Hand/als die Mutter wider zu fr selbs kommen / vnd sich die le­bendige Geister wider zu ruhe gcseßk/hakzwar die Natur sich wider gewandk/ihrAmpkZuverrichken/Aberweiialle Krassten deß Kin­des außgclöscht waren / hat solches nichts hclsscn noch verfangen mögen Nichks dcstowenigcr hat selbigedanrmbnitabgelaffen/das Geblüt an sich zuhaltcn/sser Gewonheitnach. Als sie sich aber an allen Drten verhindert befunden/solchen Zufluß der Milch zu den Brüsten drey Wochen hernach vervrsacht / welche fünffodcr sechs Tage geflossen hat.

Als aber das Kind beginnen abzunemmen vnd sich in der Mut­ter zusencken/hae solches Platz vnd Raum gemacht / für das ver- halteneGeblüt/welches stch weiter nicht erzeigt/aks in vnd nach der Geburt / welche also beschassen gewest. Am Ende der sechezehem