erster Theil. 173

es den siebenden Monat erlanget/vndjm einen Außgang mit Ge- walt zu suchen begehrek/wre vno dieAlten dieses befchricben/vnd sol­che Zeit bestimmet haben/da das Kind dcrGeburt nahct/dre Mut­ter vngestümmiglich nöhkiget/daß sie sich eröffnen muß/ weil sie so klein vnd enge ist.

Die Weiber/ welche erzehlrer Massen beschaffen sind / bringen ihr Kinder gemeiniglich zu derselben Zeit / vnb diß auß obangercg- tenUrsachen. Andere Kinder / w.nm sie sich zu stucken beginnen/ erschüttert sie die Mutter dermassen / wann sie ihren Platz oder La­gerstatt verändern/ (wie ich hr'evon weiter geschrieben / da ich von der frühzeitigen Geburt vnd Niderkommen der Weiber geredet habe)daß die Mutter/wegen deß schweren Gewichts/sich eröffnen muß / darauffdann die Geburt erfolget. Vnd solche Kmdcr/kön- ncn wol leben/ob sie gleich im siebenden Monat an Tag kommen. Aber wann der Fall oder Senckung deß Kindes sogrobvndvnge- fchickt ware/daß sich dieAdergangcderGebährmutter / Loryle- «^01^8 genant/sich von der Nachgeburt absonderten / durch welche Adern oder Gange doch die Nahrung vrmd das lufftaderigeVlut dcm Kind zugeführt wird/da dai ff man kein groffeHoffnung auff dcß Kmdes Leben machen. Dan dieweil dasselbe durch diese Tren­nung deß Lufftö oder Athems beraubt wird / vnnd doch nicht einen Augenblick ohne diesen Lufft oder Athem seyn kan/vnd in Mangel deß andern Mittels durch den Munde Arhem schöpffen solle / er­säufst es zur Stund in dein Gewasser/vnnd wann die Wasser ver­fielen waren/ würde es doch deß Todes nicht gefreyet styn/dieweil es in der Mutter so viel Luffts nicht würde haben können / daß es davon leben möchte. Wann ein Weib niderkommen muß auß der Vrfache/daß sie deß Geblüts zuviel bey jhr hat / ist auch nicht viel­mehr Hoffnung zumachen. Dann ehe vnd zuvor das Kind durch den Vberfiuß deß Geblüts gezwungen / den Außgang hat suchen müssen/ist es dermassen mir B 'Ut verschüttet worden / daß es wol halber ersticket ist. Vnd dieses zubekraffttgen/ befindet sich gemei­niglich/