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heit halten/sondern vielmehr auß vnverdaweeenvnd vbrl vertheil­ten Speisen / oder andern Sachen/herrühreten / hab ich dahin ge- schloffcn/es sey nichts anders als ein Colica oder Grimmen/ vnnd VerwegenjhreineClpstierbereitenvnndgeben lassen. Wrrthaten nun bey der Sachen/waswir wollen / hatdochdiesesVbelvnnd Schmerlen noch drey Tag angehalten/ vnd als es etlicher Massen nachgelaffen/ifldas Weib sehr matt vnnd Krafftkoß gewest. Von derselben Stundan/hakdreseFrawnichtmehrgefühlet / daßsich das Kindbeyihrgercget hatte/anffeinigerley Werft. Herr Febu. rius Medicus besuchte diese in jrer Schwachheit / mit dem Herrn Llino,welche beyde nichtsvnterlassen haben/ was sie dienlich zu- seyn vermeyneren/jhr Trost vnnd Lerchrerungzuvkrschaffen/vnnd daß sie erkennen möchten / ob daeKind auch noch lebendig bey ihr wäre. Ich befand den Muttermund in der Werte wie einRng- lein/darein sich nesteln oder schnüren die Dorffwerbcr / ohne einige Fallen oder Runßcl die Anzeigung geben/ daßes sichftmals wei­ter eröffnen solte/ daherich in die Gcdancken gcrahten / daß das Kind dieses langwarig Grimmen oder Darmwehe geanstigt / sich mit Gewalt zum Außgang gerichtet gehabt/ vnnd als es den Paß nicht offen gefunden / würde es in dieser Noht vnnd Arbeit gestor­ben seyn. Darumb iuß ich ruffen den erfahrnen Chirurgum oder Wundartzt / Herrn Marehand den Jüngern / der in diesen Fal- Sen/so sich bey den gebahrendenWerbern zutragen/sehr wohl gsübt war/vnnd neben ihm den' C.hirurgum Pccrum , einen berümbterr verständigen Mann / zusamptJrawen Francisca , einer alten er­fahrnen Ammen/vnnd in Gegenwart dervorerzehlten Herrn Me- dicorumcherahtschkagen wir vns gesampter Hand/wie es mit t>&* fm Kind eine Beschaffenheit haben möchte. Nach vieler Unter­redung haben sie leichtlich alle dahin geschlossen / ee ftp Todr. Dann es erschienen an dieser Frawen alle die Anzeigungen/ wel- che ^e Alten bestimmen vnd erzehlen/daraußabzunemmen / daß ein Kind in Mutterleib Todt sey» dann der Mund roch ihr so vbel/