erster Thal. 155

tm'rstucjj dieses alleshernach/ alsdicscs Weib mderkommen / wel­ches doch noch pvren gantzerMonak angestanden /erzehket haben/ wie dann dieKindbetttrinselber/wiesen mir auch denKessel/m wel­chen allem anzeigen nach so viel deß Wassers gewesen war / daß es ein halben Eymer vollvbertraffe. Dreses Weibhat hernach in jrer -Geburt an dem natürttchen Wasser kemAbgang oderMangelge­habt/dann deffenso viel dey dem Kind gewesen / als ob der vorige Fluß nieda gewestware/daraußdannieichtlich^uschliessm / daß dieses eine Wassersucht der Mutter sey gewrft /Davon in vorgehen­dem Erinnerung beschehen/vnd dz sich dieses Gewässers garnit in dem Balglern oder Hauten/mit welchen dz Kind vmbfangen vnnd verschlossen tst/aussgehaltenhabe/sondern in demBegrifderMut- ter anssch selbst versamlet worden sey. Ich weiß auch / daß ich bey mehr als zwey tausend Weibern in Kindsnöhken gewest/vnd jhne» gcdrenet/ aber ich hab es bey keiner,jemals also befunden gleichwie Dey dieser.

Das neun vnd dreyssigste Capitel.

Die ander History^der Exempel.

Von einer Frawen / bey welchrrmänniglichgemeynek

hat / dasKind sep nach dem siebenden Monakin Mutterleibver­storben/weit es sich gar nicht gerrgtßat/welchessich doch hernach anders befunden.

S seynd nun beylauffüg neun'Jahr verflossen / daß mir ein jung schwanger Weib^u sich ruffen lassen / drejhr Lofa- 'ment harte inder GassczuPanß/^arue8acaIie genannt/ bcy83n^ 8everjniKirchen / welche an einerharten<^olicoder Gttmmen krancklag. Wiewol nun dieses Weib nitlangals^. Wochen schwangergewestwar/lieffesiejhrdoch mumen/siewür^ de des Kinds geliegen müssen- Als ich aber ihre Gelegenhtit verna- me/vnd befand/dzdie Schmerhenmie denKindswehekeinegleich-

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