ander Thal. 157

dz sich niemand nahe zu jr thun fönte ftic Stulgäng waren vnleid- sam/dz sich niemand behalten kome/ vomvnrerstcn Kellcrbt6 zum Speicherauffdem Hause /sie hatteTodfärbigAugen/der Bauch warjr vberdw Masse kalt/vnnd wann sie sich von rinerSeiten zur andern vmbwandte / fiel auch der gantze Bauch mit auffdieselbe Seite/wie ein groß Klotz oder Klumpen. Etliche fiengen an zu re- hen/cie Operacione oder karru (Llareo, daß ist / wann man die Kinder durch den Schnid auß Mutterleib zeucht. Aber es wölken weder die Doctores ^cäici,noch die (^dirurAl dazu verstehen/ er- kantendz vielmehrfürein solch Stück/dadurch dieMutter/ineuf- serste Leibsgefahr gefttzt/vnd gar zum Todt gebracht würde / vnnd wäre doch kein Hoffnung da deß Kinds halber. Also stellten wir sammentlichdrejcs WerckderHand Gottes heim/vnnd befahlens der Natur- Dieses Weib verblieb also in diesem Zustand zu Bett Irgend fünffgantzcr Wochen/da dieser Handel nun so lang wahre­re/gieng jedcrman seines Wege vnd verließ sie. Da machte sie sich auff/vnd gieng ein wenig hie vnd daher / vnd dz trieb sie bey fünffze- hen Tagen oder drey Wochen / daß also die zween Monat erfüllet wurden vnd vergiengenAis ich nun nach dieser Zeit wider zu jr ka- me/wolte mich im Anfang bedüncken/sie scheine nicht mehr so dicke seyn/da bäthe sie mich/daß ich sie betasten vnd fühlen folte/ erzehlte mir dabey / daß cs bey and rtha lb Tagen wäre / daß eine grosse Münge / daß zuverwundern/kale Wasser wie Eyß von jhrgeflss- sen-Da ich sie nun betastet/befand ich den Muttermund / (davon wir kmß zuvor alle vrtheiiten/daß es vnmüglich / daß sich derselbe erweitern solte ) bey einer zwerch Hand breit geöffnet. Da that ich als ein Amme/mern Gebühr/warauffsie dann genesen / vnnd ein junge Tochter/ein hüpsch gesund vnd hart Kmdlcrn/noch des­selben Lage zur Welt geboten hat. Der Ursprung dieses jhreo 'Vnheils hatte daher angefangen. Ihr Mann warcincsedlen Herrn Cammerdiener/auffwelchen sie/ die Fraw/ alle Abend war-

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