i54 Hebammen Vilchs
Zustand erkennen solte. Diese hatte grossen SchmerHen/weil ihr der Leib hefftig außgespannervnnd der Bauch sehr hart war / der- m sscn/daß sie fich nicht änderst bedungen liesse / als solte ihr der Bauch reiffen vnd von einander springen. Als ich diesen ihren Zu- pander fand hatte/bin ich in dieser Meynung gewesen / wann ihr durch ein Elystir/so man Oa-rminarifnennet/der Vnrerleib entladen /vnnd die verhaltene Winde sampt dem Vnraht außgeführet würden/dzfienitwenig Linderung dadurch empfinden solte.
Auß diesem Bedenckcn machte ich ihr dieser Elystiren eine selber/weil da kein ander Mittel war / noch jemand der solche hatte thun können. Vnnd die Warheit zusagen / fie hakte sich etlicher Massen dadurch erleüchkert befunden. Aber nichts dcstowemger hak sie ihr Kind noch einen Monat getragen / mitviel Schwachheiten vnd Angelegenheit/da derBauch ein Weg wie den andern angespannet war. Am Ende aber diesesMonars/als fie in ihrer Kammer gieng / fühlete fie ein grossen Anbruch vnnd Zufluß des» Gewässers / nicht anders / als wanneinerein Röhr auß einem Brunnm gezogen hätte/davon fie sich vmb eintrefflichs entledigt vnd leichter befunden.Vnnd als fr ihrer Nachbarinnen eine riefte/ sie (bis nach Weibern vmb Hülffschicken/vnd der Ainmen ruffen/ hat fie solche dochnicht thun wollen/weil fie wüste daß ich schlaffen war / sagte dabey/es wärenochalleweil / vnnd daß fie solches thun rvotte/wann es steh mftihrvbel anlassen wolte. DiestnAnbruch aber / vnndwiees sich damit zugetragen / recht zu erzehlen /istzu wissen/daß nach dem fie solchen vermcrckt / fie einen Kessel / der Zugegenwar/ereylet/vnnd sokchenvttter fich gethan/darein dann wol dreyPariserPinten oder halbmast« gelauffen / danundie- >ses Wasser so eylend vnnd vnversehens fort geschossen / härteste ihrer Nachbarinnen einer ruffen lassen / nach dem sie sich davon wohl vmb etwas erleichtert befunden / wie obgemeldt. Al- Eejhre Nachbarinnen / die ein so frembde Entladung vnnd Auß- hruch des Gewässers sahen / verwmdertenfich darüber/welche