ersterTHetl. 137
fiele* sty zu lang gelöst /da doch selbige Mänget weder von diseno- der jene cntftehe/vnd dz das ärgste ist/haben solche Personen/die/re Meynung bald aufeine/bald aufein andereWeise anzeigen/so viel Erfahrung vndVerstand nit/dz sie davon urtheilen könten.
Die Nabelschnur ist ein Gang/Paß oder Proviantstrasse/wel- chc die Vorsehung deß Höchsten Gottes der Natur verordnet hat/ daß ee dcroselben zu Nahrung deß Kinds bedienet seyn solle/von Anfang der Bildung desselben in den Leib der Mutter/ biß zu s tim Geburt,welchGefäß darnach nichts mehrnutz ist/vnd man fol damit vmbgehcn wie ich gelehrekhab. Diese Nabelschnur ist ohne allen Sinn vnd Empfindlichkeit. Wann sie zu kurtz gebunden vnnd gelöste solle seyn/möchtees vielcheden Leib deß Kinds/ vnnd das Fleisch welches empfindlich rst/enHündeN/als das es den Nadel/da- von obenges-rgt / solle offenhalten- Wann aber die Schnur fein langgebundenwirk/doch sofem daß sie wol gebundenvnd mgezu- samm gezogen seye/hat es weder viel oder wenig zubedeuken l esfäk- let doch alle mal / ttn Weg wie den andern von dem lebendigen Fleisch deß Kindes zu rechter Zeit ab-Wan man es nun macht/wie ich gesagt hab/darffman nüförchten/dzwas anders dazuschlage.
Wann aber der Nabel abgefallen ist/vnd nit widerumb schleußt vnd an einander annimbk/vndgleichsam angeleimet wird / vnd mit dem Gebandt/wie oben gelehrt/versorget / wird das Kmd mit dem Grimmen vnd Bauchwehe gezllagek / vnnd weil es davon stetigs schreyet/bleibt dasNabelein lang offen stehen. Dazu kommen dann die Schmertzen der Colicken/vnd die Thcil/so offen stehen / welche also balden nach dem Abfall derNabelschnur wider ein ander ange- nommenhabensolte/weik flenitgeheffttt/werdegantzdör vndtru- eke/dadan vonnöhte ist/ dz man das eusserste Haurlein sänfftiglich schabe/vnd ein wenig frisch vnd wund mache/damit es scheine / als ob der Nabdl allererst frisch abgefallen wäre/ vnd da sich etwz flies- send Feuchtigkeit am selben Hrterzeigen solee / ist es gut/daß man WürmmehloderPulverponfaulemHolydarauffstrewe.
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