Das sieben Md zwanzigste Capitel.

Welcher Gestalt man eine gute Säugamme cmchstn

soll/vnd was für Lugenden vnd Beschaffenheit sie an/hr haben solle.

'T h sage das in höchster Warheit/ wann die Weiber /nen Zu Gemüth führen folten / wie h^ch vnd viel daran gelegen ist/ ^dz man eine gute tüchtige Saugamme zu wegen bringe / sir würden-ren Fleiß vielmehr daraufschlagen als sie thun. Dann die Mühe vndFirrforg die sie deßwegen trägem hab rch alle zeit für all­zu gering vnd llderiich geachrek/dan in diesem Stück noch lang nie geschichk was geschehen solle. Der meisterhcil last es dabey bewen- den/daß man die Säugamme fragt/ob sie ein Mann habe/ ob der- selb auch wol kommen vnd sie abfordern solle / Item / obsiemcht schwanger/vnd in diesem Stück der Sach gewiß scy/ob sie auch ei­nen Anhang von Kindern habe.Aber daran ist fürnemlich gelegen/ daß man jhr auff das Angesichk acht gebe / ob sie auch ein auffrechr strackGesicht habe/oder ob sie dem Kind einGesichk gebe/als wann sie scheel vnd vbersichtigware/oder ob sie die Augen stets vnkersich schlage.Item man soll wahrnemmen/daß sie nicht roht Haar ha­be/dann bey solchen Weibern ist die Milch viel zuhiyig/ich kan diß in Warheit sagen / dz ich aufsein Zeit ein solch roht Weib gesehen/ welches /re Kinder/sso von /rem Leib kommen waren/zwar wol sau- gete vnd ernehrete/aber alle andere/die sie saugen solle / fielen in ein außdorrend Krenek/vnd starben dahin. Man soll auch daraufachr nemmen/ob sie meiste vnd wol geordneteZahne habe/ob sie nllLun- gensüchtig sey oder von Lungensiechen Eltern herkomme. Wann sich dieses nun also befindet/soll man auch prüfen ob sie einen guten Magen hab/nit mit Hauptflüffen bch äfftet/ ob/rauch der Athem auß der Nasen oder Mund.vbel rieche/dann wan einer Warefrau-

wen