Hebammen Buchs
auß den oterzehlten Vrsachen. Allhie muß ich auch denen einen Bericht thun/welchenicht verstehen noch wissen / wiesiesichwci- ters verhalten sollen/wan ein Kind von einer Frawen empfang n/ vnddenNabelrechtgchundenhat/wiesichdasgebühret. Welche Nichtwissen / was ihnen als dann züthun/können dessen Bericht einholen bey dem fünffvnd zwantzigsten Capitel vorhergehend/die- fesvnscrs ersten Buchs/Aber man muß auch wissen/ was bey der Sachen zuthun sty/wann der Nabel dem Kind jetzt abgefallen ist/ vnd dieses vmb so viel desto mehr /weit icherfahren / das ojftmals viel Irrungen vnd Vrrgelegercheit darauß entstanden / wann man nicht recht damit vmbgangen ist.Sage demnach/daß/ so bald dcr- selb abgefallen ist/sol man dieNasedarauffschneutzen/ darnach die Haut vber vnd vnter dem Nabel mir den Fingern ergreiffen / vnnd dasLöchtein/sonochoffenstchet/zustrmmentruckcn/ daßcsver- borgen fey : Diesem nach so! man zusammen gewickelte Tüch- lein haben/damit der Nabe!hinein gerrucketwerden möge/d:ckc genug / vnnd solche mit Speichel naß machen / welche also vber den Nabelgelegt werden sollen / daß sie von vnten auff vber den Na- belgehen / vnnd solchen in der Mitte begreissen. Dicsesollman binden / mit einem doppeln leinen Bande / zum wenigsten zween Zwerch Finger breik/vnd dieses alle Tag abwechseln / damit/wann das Kind auffdie vbcrgelegte Tücher vnnd Nabelschnur gebrun- - tzet / vnd die naß gemacht hette/solche erfrischet/vnnd das Geband trucken gehakten würde/damit dasjenige/so noch offen/ sich wieder ansetzen vnnd zuheylcn könne. Man findt so plumpe vngeschickte Weiber/daß sie dieses nicht in achtncmmennoch gebrauchen /vk d offtermals dadurch zu dem Todt deß Kindes Vorschub geben / o- der zum wenigsten vervrsachen/daß der Nabel sehr dick wird / oder offen stehenblerbt / daher das arme Kind in eusserst Grimmen deß Leibesgerehk. Darnach wilman derAmrnen dieSchuldgebcn/ vnd jhr darumbvbcl nachreden-Dann wann sich der Nabel öffnet/ sagt man/sie hab das Kind zu kurtz gelöst/so er aber dick wirt/sagen
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