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lchammm Vuchs
Daöachtzehende Capitel.
Wie mannnteiner Frawm vmbgchm soll/ welche alle-
well Kinds niderkommen ist/sampt einem Bericht von dem Gebande derselben.
4> bald ein Frawder Leiböfrucht entbunden ist/ wann sie > für andern grosse 8chmerHen vndKindenöhten außgestan- den hat soll man sie in ein Fell von einem schwarten Hammel legen / welche noch gantz lebend gcstraufft worden sey / vnnd so warm als man es haben kan/ jhr vnttr den Lenden her gehen lassen/ dieses starckct sie machtiglich. Auffden Bauch aber soll man jhr v- bersch lagen ein Hasen fcll/ daßcbenmaffig dem Hasen also lebend abgezogen worden sey/diesem soll man die Gurgel abstechen / noch also im Fell/damit man sie mit dem Blut bestreichen könne / dann man soll solches der Frawm noch also warm auffden Bauch streichen/damit dieses Blut so von manniglich für Melancholisch gehalten wird / auch von der Frawm au strecken möge das dicke Melancholische vnd böse Geblüt. DieWirckung dieses stückshab ich gesehen vnderfahren. Wann man solches im Winter gebraucht/ muß es offt ein par Stunden/imSommeraber zum wenigsten ein Stund darauffgelassen werden. Diesemnach soll man dieFraw binden mit einem langen leinen Tuch wie ein Servete / etwa« eins Viertelseiner Ehlen breit / doch daß man zuvor den Bauch wol getrieben vndgesalbet hat mir dem Lelevon Iohanneskraut Hy- pericumoderperfoIiLtLgenandt/vnndeinanderkeinenTuchet- lich malgedoppelt/ausfein Klumpen zufammgewickelt/damit die Mutter vbersich erhaben werde.Darnach ein Tuch etlichmal vber einander gedoppelt haben / ebenmassig eins Viertels einer Ehlen breit/aber ein wenig lenger/damik es die Weichen in der Seiten be- deckenmöge / darnach das Bandt gebrauchen vnker den Hüffkm
her/